Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

„Wenn wir zusammenhalten, geht’s uns besser!“

Selbstbehauptungstraining für starke Sechstklässler im Schulzentrum

Wo ist meine eigene Grenze? Wo ist die Grenze der anderen? Wie reagiere ich, wenn meine persönliche Grenze überschritten wird? Das waren Fragen, um die es während der vergangenen Schulwoche für Sechstklässlerinnen und Sechstklässler der Realschule plus und der Integrierten Gesamtschule in Rockenhausen bei ihrem Selbstbehauptungstraining mit Silke Gorges-Westrich ging.

 

Nach den guten Erfahrungen des Jahres, als die Veranstaltung erstmals im Rahmen der rheinland-pfälzischen „Woche der Kinderrechte“ stattfand, war die Entscheidung schnell getroffen. Auch in diesem Jahr sollten die Sechstklässler der beiden Schulen in den Genuss eines vierstündigen Workshops zum Thema „Selbstbehauptung“ bzw. „Umgang mit Gewalt“ kommen.   Was tue ich ganz genau, wenn jemand Dinge von mir verlangt, die ich gar nicht tun will? Was macht ein Geheimnis zu einem „schlechten“ Geheimnis? Und wie reagiere ich richtig, wenn ich bedroht werde? Als Erlebnispädagogin hat Silke Gorges-Westrich genügend Einfühlungsvermögen, auf die Kinder einzugehen. Als langjährige aktive Trainerin und Trägerin des schwarzen Gürtels im Jiu Jitsu kennt sie daneben zahlreiche Taktiken, um sich Angreifer effektiv vom Leib zu halten. Gute Voraussetzungen, um sich zunächst mal in einer Horde von rund 20 mehr oder weniger interessierter Elfjähriger Gehör zu verschaffen. Im Kreis sitzt die 6c der Realschule plus um die Trainerin. „Ihr seid jetzt größer, vielleicht auch mal alleine unterwegs und für euch selbst mehr verantwortlich“, erklärt Gorges-Westrich. „Dabei ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und die der anderen zu respektieren, sodass sich alle wohlfühlen können.“

Dass die Unterstützung und der Schutz der Gruppe in einer brenzligen Situation sehr gut tun, erfahren die Kinder in einer praktischen Übung. Fangen spielen – klar, das kennen alle. Aber fangen, wenn der, den man kriegen will, von zwei anderen beschützt wird? Das ist nicht einfach. Breit grinst Emir. Auch beim vierten Versuch ist es seinem Mitschüler nicht gelungen, seine „Wachen“ auszutricksen, um ihn abschlagen zu können. „Und so könnt ihr das auch machen, wenn ihr auf dem Schulhof seid. Wenn einer von den Großen was von einem eurer Kameraden will und ihr als Klasse stellt euch dazwischen, dann wird der ganz schnell wieder abziehen“, erklärt die Trainerin, die während des Workshops von Schulsozialarbeiter Thomas Buhr unterstützt wird.

Manchmal reicht die Hilfe der anderen nicht aus, sondern ich muss mich auf mich selbst verlassen und allein aus einer schwierigen Situation herauskommen. Welche Rolle dabei die Körpersprache und ein sicherer Stand haben und dass man durchaus auch mal laut werden darf, erfahren die Kinder an diesem Vormittag.

„Sinnvoll ist es natürlich, wenn die Aktivitäten und Prozesse, die wir in diesen vier Stunden anstoßen, innerhalb der Klasse thematisiert und weitergeführt werden. Eine solche Vertiefung bringt die Kinder immer weiter. Dies kann zum Beispiel während einer Klassenleiterstunde passieren“, erläutert Silke Gorges-Westrich.

Für die 6c war der Workshop auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, die hoffentlich in Zukunft für mehr respektvollen Umgang miteinander und ein sichereres Auftreten jedes einzelnen sorgen wird, egal ob im Schulhof, unterwegs in der Stadt oder zu Hause am Küchentisch.

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