Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

„Alle Menschen sind eins. Was sie unterscheidet, ist der Name, den man ihnen gibt.“

Rockenhausen am  4. November. Grau, neblig, kühl ... aber war da nicht gerade ein Mann mit Rock im Schulflur? Huch, lief da nicht gerade jemand nur in orangefarbener  Kleidung durchs Gebäude. Und sah man da eben nicht einen jungen Mann mit Glatze und breitem Lächeln ins Lehrerzimmer verschwinden. Was war denn da wieder los an der Realschule plus Rockenhausen?

 

Nur die Schülerinnen und Schüler der Ethik-Kurse der Klassenstufe 9 und 10 wussten das Rätsel schnell zu lösen, denn immerhin hatte man den Besuch schon in den Wochen vor den Herbstferien vorbereitet:  Zum Abschluss der Unterrichtseinheit „Buddhismus“ hatte man sich aus dem Tempel Wat Dhammsattharam der thailändischen Gemeinde aus Pirmasens einen Mönch eingeladen. Und so gehörte das allzeit breite Lächeln Somchai Benjakhant, einem von derzeit zwei thailändischen Mönchen, die derzeit im Tempel den Dienst für die thailändischen Buddhisten aus dem Raum Landau-Pirmasens-Kaiserslautern verrichten.

Nachdem die Kurse vor den Ferien das Leben Siddhārtha Gautamas (genannt Buddha) und Grundlagen des Buddhismus kennengelernt hatten, sollte in der heutigen Stunde die Begegnung mit dem gelebten Buddhismus erfolgen. Und so wurden Fragen vorbereitet und es entstand schon recht schnell eine muntere Diskussion. Allerdings in Englisch, denn die Mönche sprechen meist nur Thailändisch und Englisch. Aber dank der Vorbereitung klappte es ganz gut. Und so durfte Yod, wie der Mönch mit Spitznamen auch von den Schülern genannt werden durfte, viel aus dem Alltag in einem Kloster erzählen, über die täglichen Gebete und Meditationen erzählen und auch Fragen zum Alltag der Buddhisten in Thailand stellen.

Sichtlich beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler dabei von der Offenheit und Ruhe, mit der der Mönch alle Fragen beantwortete. Höhepunkt war dabei sicher auch, dass auf Bitten der Schüler von Yod zwei Gebete gesprochen wurden.  Für die meisten Schüler ein fremdländischer Klang und eine exotische Erfahrung, für die meisten Muslime dagegen sehr ähnlich zu den eigenen Surengebeten.

Und so verflog die Zeit recht schnell. Und da thailändische Mönche zwar sehr gläubig aber eben nicht weltabgewandt sind, war es Somchai Benjakhant selber, der noch während der Gesprächsrunde schnell ein paar Fotos zur Erinnerung machte und fleißig „likes“ gesammelt hat. Und auch wenn es nur ein kleiner Einblick in den gelebten Buddhismus war, den diese Stunde vermitteln konnte, so blieben die 2 Schulstunden doch sicher noch länger in Erinnerung. Denn so fröhlich und offen, aber auch so ruhig und konzentriert hatten sich die Schülerinnen und Schüler keinen Mönch aus dem fernen Thailand vorgestellt.

Und ja, man hätte auch fragen dürfen, ob unter der Robe noch Unterwäsche getragen wird. Die Antwort wäre übrigens: ja! Und damit schließt sich der Kreis zum einleitenden Zitat, das Buddha zugeschrieben wird. Denn in der Anküdigung war immer von einem Mönch und einem Buddhisten die Rede, aber in Wirklichkeit war einfach ein Mensch zu Gast. Von weit her. Mit anderer Sprache und anderem Glauben. Aber letzlich ein Mensch wie wir alle.

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