Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

„Ostfriesen-Raketen“, Mantos und „Virelangues francais“

Realschule plus Rockenhausen präsentiert Schulleben bei Tag der offenen Tür

Gespannt schauen Sophia und Elias auf den Bildschirm. Die Zehntklässlerin neben ihnen fährt mit dem Mauszeiger über die quadratischen Symbole, die dort zu sehen sind: „Also die Rechtsdrehung war schon ganz okay, aber linksrum hat noch nicht gereicht. Wie viele Umdrehungen sollen wir da denn einstellen? Und dann müssen wir den Roboter anschließend geradeaus fahren lassen...“

 

Die beiden Zehnjährigen besuchen gemeinsam mit ihrer Mutter den Tag der offenen Tür an der Realschule plus – und sind augenscheinlich gerade der Kunst des Programmierens verfallen. Kein Wunder, kann man doch die Ergebnisse der eigenen Bemühungen direkt nach dem Eingeben am PC auf den Roboter übertragen und dann am Cola-Flaschen-Parcours der Robotics-AG ausprobieren. Wird der Lego-Roboter es diesmal schaffen, die geforderte Acht abzufahren? Gar nicht so einfach, aber Elias und Sophia lassen nicht locker.

Wie es dann funktioniert, wenn man etwas tiefer in die Geheimnisse der Roboter-Programmierung eintaucht, zeigen die Jungs am Tisch nebenan. In den nächsten Wochen treten die Mitglieder der Robotics-AG der Schule unter Leitung von Mathematik- und Physik-Lehrer Jochen Leonhardt zum wiederholten Male bei den Wettkämpfen der Lego-League an. Hier gilt es, die eigens gebauten Lego-Roboter gestellte Wettkampf-Aufgaben innerhalb einer bestimmten Zeit per Progammierung lösen zu lassen. Keine einfache Aufgabe – aber Spaß macht das Ganze auf jeden Fall, da sind sich Sven und Patrick aus der zehnten Klasse sicher.

Wer keine Lust auf PCs und Roboter hatte, dem boten sich während des Tages der offenen Tür natürlich noch ganz andere Möglichkeiten. Selbst einmal die Grundrhythmen auf der Djembe, der afrikanischen Trommel, ausprobieren? Kein Problem. Ein Pferd, ein Krokodil, ein Eichhörnchen mit der Laubsäge aussägen? Auch das war möglich. In der „English Corner“ die ersten Bröckchen Englisch an der interaktiven Tafel testen? In der Turnhalle beim Kistenklettern bis knapp unter die Hallendecke steigen? Im Physikraum „ostfriesische Raketen“ steigen lassen? Alles Dinge, die an diesem Tag möglich waren und gerne getestet wurden. Ganz nebenbei hatten die Eltern Gelegenheit, sich über die Eigenheiten der Realschule plus, Fördermöglichkeiten für lernstarke wie lernschwache Kinder, Ganztags- und AG-Angebot und vieles mehr zu informieren. In diesem Jahr neu dabei war der Raum der Lerngruppe „Deutsch als Fremdsprache“. In dieser Gruppe werden Kinder gemeinsam unterrichtet, die mit gar keinen oder sehr geringen Deutsch-Kenntnissen an die Realschule plus kommen. Innerhalb eines halben bis zu zwei Jahren können sie hier in einer relative kleinen, überschaubaren Gruppe die Grundbegriffe der deutschen Sprache und Grammatik lernen, um dann allmählich in den regulären Fachunterricht ihrer Klassenstufe eingegliedert zu werden. Selmana und Sudaba haben gemeinsam mit ihren Kameraden Plakate mit Informationen über die Heimatländer angefertigt, aus denen die Kinder der Gruppe stammen. Wie heißt das Geld in Somalia oder Vietnam? Wie viel ist ein Euro in der jeweiligen Landeswährung wert? Wie sieht die Flagge von Afghanistan, Ägypten oder Bosnien und Herzegowina aus? Und nicht zuletzt konnte man auch kulinarische Eindrücke mitnehmen: Handgefertigte Mantos, kleine gefüllte Teigtaschen, mit verschiedenen Soßen serviert boten die Schülerinnen ihren Besuchern an.

Wer nach all der eigenen Aktivität eine Verschnaufpause brauchte, konnte die Vorführung der Französisch-Schüler unter Leitung von Hilde Schneider besuchen. Von Klasse 6 über 9 bis zu den Zehntklässlern zeigten die Wahlpflichtfachgruppen, was sie in der fremden Sprache bereits gelernt haben. „Asseyez-vous!“, fordert da Tyra Wohlandt aus der 6. Klasse als „Lehrerin“ ihre „Klasse“ auf, um sie gleich darauf Grundrechenaufgaben lösen zu lassen – selbstverständlich auf Französisch. „Virelangues francais“, französische Zungenbrecher, lassen die Neuntklässler mit einfachen darstellerischen Mitteln lebendig werden.  Mit Gefühl für Sprache und Inhalt tragen kurze Zeit später Anna Scheid und Pawel Wantuch ein französisches Liebesgedicht vor, bevor die ganze Gruppe sich mit dem Lied „Plaisier d'amour“ vom zahlreich erschienenen Publikum verabschiedet.

 

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