Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

Von Tomatensuppe und Hygienespray

Schülerladen der RSROK spendet 750,- € an Flüchtlingshilfe

Es ist vollbracht: Die Erleichterung über den gemeinsamen Erfolg stand dem Verkaufsteam des Schülerladens „Flotter Euter“ der Realschule plus Rockenhausen ins Gesicht geschrieben. Hatten die 13 Neuntklässler doch gerade mit viel Herzklopfen die aktuellen Zahlen und Entwicklungen „ihres“ Ladens vor einer recht umfänglichen Zuschauerschaft souverän präsentiert.

Bereits seit vielen Jahren haben Schüler der Realschule plus Rockenhausen die Gelegenheit im Rahmen des Unterrichts in Wirtschaft und Verwaltung „das ganz normale Leben“ eines Einzelhändlers zu erleben. Dies ermöglicht der Schülerladen „Flotter Euter“, der für jeweils ein Schuljahr lang von einer WuV-Gruppe betrieben wird. Zwar geschieht das  unter Anleitung der zuständigen Lehrkräfte, Daniel Daum und David Vogel. Dennoch bleiben für die Schüler zahlreiche Details zu bedenken und zu entscheiden. Von Kapitalbeschaffung – Aktien? Und wenn ja: Wer investiert? - über Einkauf und Verhandlung mit Zwischenhändlern – Können wir uns das Laugenbrötchen in der Dorfbäckerei leisten oder gehen wir zum Discounter? - bis zur Frage des Angebotes – Schnitzelbrötchen: ja oder nein? - erleben die Schülerinnen und Schüler Alltag und Sorgen eines Einzelhändlers.

So erging es auch dem diesjährigen Verkaufsteam, das in seiner Abschlusspräsentation vor Lehrern, Mitschülern und Eltern eindrucksvoll präsentierte, wie vielfältig und durchaus anspruchsvoll die einzelnen Aufgaben sind, die der Laden und alles, was sonst noch so daran hängt, mit sich bringen.

Denn mit „einfach nur ein paar Brezeln in der Pause verkaufen“ ist es wahrlich nicht getan. Bevor auch nur ein Schüler seine Verkaufstätigkeit aufnehmen kann, ist wie in jedem anderen Unternehmen, das Lebensmitteln anbietet, eine Hygienebelehrung notwendig. Die Erkenntnisse und Auflagen aus dieser Schulung durch das Gesundheitsamt müssen dann auch im ganz normalen Alltag eingehalten werden. Dass das Aufwand und Sorgfalt erfordert, erläuterte die Hygienebeauftragte des Teams, Tara Daiber, in ihrem Vortrag.

Doch nicht  nur im Laden tummeln sich die jungen Einzelhändler. Unter ihrer Regie steht auch ein Getränkeautomat, der gehegt und gepflegt sein will, damit die Tomatensuppe, die sich als Bestseller erwiesen hat, regelmäßig fließt. Dies erledigten in diesem Jahr mit Akribie und Sorgfalt Emily Oster und Stephanie Schels. „Schade eigentlich, dass es jetzt vorbei ist, wo wir gerade gelernt haben, wie das alles funktioniert“, nehmen die zwei traurig Abschied von „ihrem“ Automaten.

Als „Nebenerwerb“ hat sich der Nachmittagsverkauf etabliert, über dessen Tücken und Vorteile Jannik Beck informierte. Ebenfalls bewältigt werden muss die Organisation des Lehrer-Abos. Täglich die eingehenden Bestellungen sichten, rechtzeitig liefern und schließlich am Ende des Monats die Rechnung für den Verzehr des ewig hungrigen Kollegiums zu schreiben – eine Aufgabe, die Nadine Bergsträßer und Patrik Schimpf durchaus Nerven gekostet hat. „Es war doch mehr Arbeit als gedacht“, zogen die zwei ein Fazit der vergangenen Monate. „Dabei habe ich einige Stärken, aber auch viele Schwächen bei mir entdeckt“, resümierte Patrik durchaus selbstkritisch. Und diese Erfahung können seine Kollegen sicherlich teilen.

Dass das Projekt mit einem lobenswerten Überschuss einen positiven Abschluss gefunden hat, ist unzweifelhaft auch der Umsicht und Erfahrung der begleitenden Lehrkräfte, Daniel Daum und David Vogel, geschuldet. Was mit dem Geld geschehen soll, hat das Team des „Flotten Euters“ sich bereits überlegt: Neben einem gemeinsamen Ausflug, der aus den Überschüssen finanziert wird,  wird eine Spende in Höhe von 750,- € der Flüchtlingshilfe Rockenhausen zu Gute kommen. „Wir haben uns überlegt, dass wir ja auch viele Flüchtlinge bei uns an der Schule haben, und da bekommt man schon mit, dass die das Geld gut brauchen können. Deshalb sind wir auf die Idee gekommen, das Geld der Flüchtlingshilfe zur Verfügung zu stellen. So kommt es ja sozusagen unseren Klassenkameraden zu Gute“, erklärt Marie Fell. Eine lobenswerte Idee, die die Anwesenden mit herzlichem Applaus begrüßten.

 

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