Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

Besuch aus dem Bundestag

Gustav Herzog besucht Abgänger der Realschule

P1160484„Nur keine Schere im Kopf! Es gibt keine Tabus. Immerhin ist das die einmalige Chance für euch, einen echten Politiker aus Berlin alles zu fragen, was ihr wissen möchtet.“ Sympathisch und routiniert eröffnet Gustav Herzog, Bundestagsabgeordneter der SPD aus der Pfalz, die Gesprächsrunde. Die Neunt- und Zehntklässler sitzen an diesem Morgen dennoch etwas eingeschüchtert in den Räumen, in denen sie normalerweise Mathe und Englisch pauken. Doch bald ist das Eis gebrochen und die Fragerei beginnt: Wie stehen Sie zu Donald Trump? Was ist mit den kaputten Straßen im Donnersbergkreis? Was sagen Sie zur Flüchtlingsproblematik?

Ihre Fragen haben die Schülerinnen und Schüler in den vorangehenden Sozialkunde-Stunden zusammengetragen – und sie bekommen Antworten. Offen und direkt berichtet Herzog aus seinem Politiker-Alltag und verbindet persönliche Anekdoten mit den großen politischen Themen.

Die Frage nach Integration und Bildung für junge Flüchtlinge ist an diesem Morgen nicht nur in der Theorie Thema. Nach Abschluss der Fragerunde mit den Abgängern nimmt sich Gustav Herzog die Zeit noch in der Gruppe „Deutsch als Fremdsprache“ vorbei zu schauen. Annette Moosmann, die die Leitung dieser Gruppe inne hat, erläutert gemeinsam mit ihrer Kollegin, Katharina Moiseev, die Zusammensetzung der Schülergruppe, die sich hier zum regelmäßigen Deutsch-Lernen trifft. Spielerisch üben Javid und Salvatore, Andreia und Rawan das Unterscheiden der Buchstaben, die Benennung von Gegenständen und Farben, das Formulieren von Aussagen. Herzog beobachtet das Treiben und fragt interessiert nach, während Moosmann von ihrer Arbeit und den damit einhergehenden Problemen wie der äußerst heterogenen Grupppenzusammensetzung, den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und den hin und wieder auftretenden Reibereien der Kinder untereinander berichtet.

Zum Abschluss seines Besuchs sucht Gustav Herzog die direkte Auseinandersetzung mit einer Gruppe jugendlicher Flüchtlinge, die bereits einige Deutsch-Kenntnisse gesammelt haben. Hier kommen dann, neben dem Problem der langen Wartezeiten im Asylantragsverfahren, ganz praktische Probleme zur Sprache: Wie kommt man eigentlich als jugendlicher, fußballinteressierter – und -begabter! - Flüchtling an einen Spielerpass? Spontan weiß auch Herzog hier keine Antwort, liefert sie jedoch nach einiger Recherche umgehend nach. Erleichterung für die Jugendlichen: Der Aufenthaltsstatus ist dafür völlig egal, notwendig sind einige andere Papiere, die der Verein zusammentragen muss, um die Spielgenehmigung zu erhalten.

Vielleicht findet das ein oder andere, was an diesem Morgen zur Sprache kam, seinen Weg bis ins politische Berlin. Für die Schülerinnen und Schüler der Realschule war der Besuch „ihres“ Bundestagsabgeordneten auf jeden Fall ein aufregendes Erlebnis.

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