Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

Leonie Kopp Preisträger 2016Es fehlt eigentlich nur das Sofa

Festakt der Realschule plus Rockenhausen zum 50jährigen Jubiläum

Anlässlich des 50. Geburtstags der Realschule (plus) Rockenhausen geriet die diesjährige Leonie-Kopp-Preisverleihung zu einer ganz besonderen Feierstunde. Die Schulgemeinschaft erinnerte an Geschehnisse und Entwicklungen aus den letzten fünf Jahrzehnten der Schulgeschichte.

Doch statt diesen Erinnerungsreigen in langatmige Redebeiträge zu verpacken gab es für die Gäste einen lockeren Kreis, bestehend aus Zeitzeugen, die exemplarisch aus „ihrem“ Jahrzehnt Anekdoten und Besonderheiten rund um die RSROK zum Besten gaben. So ergab sich eine gemütlich plaudernde Runde, der eigentlich nur noch Sofa, Keks und Kaffeetasse zur Abrundung gefehlt hätte. Eingeleitet wurden die einzelnen Beiträge jeweils mit einem kleinen Multimedia-Einstieg, der mit Fotos, Musik- und Filmausschnitten an Höhepunkte, Besonderheiten und historische Ereignisse des Weltgeschehens erinnerte. Die kleine Welt der RSROK, eingebettet in das Zeitgeschehen, wurde so für die Zuschauer (wieder) lebendig.

Anschaulich berichteten Verena Fisch,selbst Schülerin der RSROK, Schülermutter und Schulelternbeiratsmitglied, und Jutta Leib, die erste Schulsekretärin der Schule, vom Alltag der Schulsekretärin Ende der 70er Jahre, als die mechanische Schreibmaschine noch den Bürojob prägte und man zum Kopieren einmal in der Woche (!) den einzigen Kopierer benutzte, den es für das gesamte Schulzentrum gab. „Neben Schreibarbeit und Telefon gab es auch immer wieder Schüler, für die ein abgerissener Knopf anzunähen war oder eine zerrissene Naht zu stopfen“, berichtete Jutta Leib, die aufgrund ihrer fast 39jährigen Zugehörigkeit zur Realschule Rockenhausen eigentlich zu nahezu jedem der aufgerufenen Jahrzehnte etwas zu sagen gehabt hätte. Weitere Einblicke gaben Alfons Denig, über 40 Jahre als Lehrer, Konrektor und Schulleiter an der Schule beschäftigt, und Beate Geminn gemeinsam mit Ingrid Krusen, beide als Lehrkräfte seit Gründung an der Schule. Ihnen folgten Christiane Schönauer-Gragg, welche die Schule von 2003 bis 2009 leitete, gemeinsam mit Joachim Bayer, langjährigem Fördervereinsvorsitzenden. Den Reigen beschloss als erst kürzlich abgegangener RSROKler und nun angehender Abiturient Marcel Braun, der mit seinen unverblümten Einblicken ins Schülerleben die Lacher auf seiner Seite hatte.

Vieles, was auf der Bühne zum Besten gegeben wurde, war für die aktuellen Schülerinnen und Schüler völlig unbekannt. Doch für viele der angereisten Ehrengäste und Ehemaligen geriet die Runde zu einer Zeitreise in die eigene Vergangenheit. „Ach ja, stimmt, so war das!“, ging es immer wieder durch die Reihen, und manches zustimmendes Lachen oder heftiges Kopfnicken begleiteten den Vortrag.

Doch neben aller Erinnerung und Gratulation, welche durch Günter Grube als Vertreter der ADD sowie Verbandsbürgermeister Michael Cullmann und den Bürgermeister der Stadt Rockenhausen, Karl-Heinz Seebald überbracht wurden, ging es an diesem Nachmittag um die Ehrung der besten Schülerinnen und Schüler des vergangenen Schuljahres. Insgesamt 24 Preisträger konnten mit Buchpreisen geehrt werden, als Spitzenreiterin ging in diesem Jahr Nadine Böhmer aus der 9b mit vier besten Einsen in Deutsch, Englisch, Erdkunde und Musik von der Bühne. Außergewöhnlich auch die Ehrung im Fach Chemie. Für hervorragende Leistungen wurden hier Ahmad, Obaida und Houssein Alsermani geehrt. Die drei syrischen Brüder kamen vor rund anderthalb Jahren ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland und zeigen im schulischen Alltag ein enormes Engagement weit über das übliche Maß hinaus. Dass sich dieser Einsatz gelohnt hat, macht der nun verliehene Preis deutlich.

Die musikalische Umrahmung des Festaktes war, dem Anlass angemessen, eine ganz besondere: So hatten sich ….. Mitglieder der Bigband nochmals zu einem gemeinsamen Auftritt zusammengefunden und bewiesen mit ihren Beiträgen, dass sie es immer noch „drauf“ haben. Besondere Momente bescherte der Festgemeinde auch Vladimir Lang, ehemals Schüler der RSROK, mit seinem virtuosen Klaviervortrag. Musikalisch gratulierte der Schüler-Lehrer-Chor: „Wir wünschen unsrer Schul‘, das wäre wunderbar, Gesundheit und viel Glück die nächsten 50 Jahr!“

Im Anschluss traf man sich in der fein herausgeputzten Donnerberghalle zum Ehemaligentreffen. Die Gelegenheit nutzten viele Gäste, es wurde geschwätzt und erinnert bis tief in die Nacht. Einen besonderen Gesprächsanlass bot eine Ausstellung mit vielen fotografischen Erinnerungen an 50 Jahre Realschule (plus) Rockenhausen.

Aufgeschnappt

Almut Weber in ihrer Begrüßung: „Früher war alles besser, das wusste bereits Sokrates. Man sieht, da hat sich nicht so viel verändert. Aber unsere Verantwortung für die Schüler gestern, heute und morgen bleibt.“

Alfons Denig zu Beginn seines Rückblicks: „Ich verspreche: Dies ist die allerletzte Vertretungsstunde, die ich in meinem Leben halte!“ (Er war für eine erkrankte Kollegin kurzfristig eingesprungen.)

Christiane Schönauer-Gragg erinnert an den Tag der Chemie, den die Realschule in der Donnersberghalle veranstaltete. Auf dem Foto ist eine Feuersäule zu sehen. „In der Schule hat‘s, glaube ich, auch mal gebrannt, das haben wir Ihnen nie verraten, Herr Seebald!“

Joachim Bayer ergänzt beruhigend: „Es hat nur ein bisschen gekokelt, wir hatten den Feuerlöscher zur Hand.“

Marcel Braun auf die Frage, wie er seine Schulzeit an der RSROK rückblickend sieht: „Es war eigentlich alles gut, bis auf die Tatsache, dass mich der Herr Köhler immer wieder genötigt hat Hochdeutsch zu sprechen.“

Thomas Halfmann in seinem Schlusswort: „Es gibt noch viele Rechenzeichen, die uns angehängt werden können. In 50 Jahren grüßen wir als Regionale Gesamtrealschule plus minus MSS eingklammertem Profil AC und hochgestellter FOS.“

 

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