Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

Ruandatag17Ruanda-Tag der RSROK bringt Afrika ins Klassenzimmer

Auch in diesem Jahr hat eine Abordnung ruandischer Studenten den Fünftklässlern der Realschule plus Rockenhausen im Rahmen des „Ruanda-Tages“ das rheinland-pfälzische Partnerland mitten in Afrika eindrucksvoll näher gebracht. Statt Mathe, Deutsch und Englisch standen an diesem Tag auf dem Stundenplan ruandische Heimatkunde, Kochen und Trommeln.

Ist auch in den ersten paar Minuten im Workshop auf beiden Seiten noch ein vorsichtiges Beschnuppern zu spüren, so ist die Scheu spätestens nach den ersten Trommelschlägen verloren. Es gibt nur noch ein Ziel: „Ich will auch!“ Wie gut, dass die Studenten der Association des Etudiants Rwandais de Kaiserslautern (AERK) gleich fünf ihrer großen Trommeln dabei haben. Ergänzt durch die Djemben der Schule können alle Schüler zugreifen und einstimmen in die Rhythmen, die ihnen von ihren beiden Anleitern vorgegeben werden. Dass das „Handling“ gar nicht so einfach ist, merken die Fünfklässler schnell. Koordination von links und rechts, auf die anderen hören, den Rhythmus halten, zwischendurch wieder wechseln – nach einer Dreiviertelstunde sind die Hände gut durchblutet und die Konzentration ziemlich aufgebraucht. Aber: „Das hat Spaß gemacht!“, strahlen Emily und Paulina, als sie den Musiksaal in Richtung Küche verlassen.

Hier duftet es bereits intensiv nach Hackfleisch und Frittiertem. Auf dem Speiseplan stehen Sambosa und Mandasi – herzhaft gefüllte Blätterteigtaschen sowie süße Hefeteigbällchen. Aber wie macht man eigentlich so einen Hefeteig? Interessiert drängen sich die Schüler um einen der Studenten, der genau erklärt, wie es funktioniert. Felix hält die Tüte mit Mehl in den Händen: „Wie viel soll ich hinein tun?“ „Ich sage dir: Das ist Gefühlssache.“ Aha, die Suche nach dem Rezept hat sich erübrigt, Gefühl ist angesagt. Das gilt auch für das vorsichtige Falten der Sambosas. „Immer schön aufpassen, dass die Ecken geschlossen sind, sonst fällt die Füllung beim Frittieren heraus!“, weist die Küchenchefin wiederholt an. Gar nicht so einfach. Viktoria und Larissa strengen sich mächtig an und bald füllt sich das Tablett mit den fertigen Teigdreiecken. „Jetzt nur noch ins heiße Fett. Schön vorsichtig, nicht werfen!“

Doch vor dem Verspeisen der selbst gefertigten Köstlichkeiten steht noch ein wenig Heimatkunde auf dem Programm. Welche Tiere leben in Ruanda? Wie wohnt man da? Wie ist es in der Schule? Und mal vorweg: Wo liegt Ruanda eigentlich? Gar nicht so einfach, sich auf der großen Karte zurecht zu finden. Aber zum Glück hat Larissa ihre Hausaufgaben gemacht: „Die Hauptstadt heißt Kigali – das habe ich gestern schon mal gegooglet.“ Das freut natürlich Happy Twiringire, den Referenten. Im „wirklichen Leben“ ist er Maschinenbau-Student, heute lässt er mit viel Geduld von den Kinder mit Fragen rund um sein Heimatland löchern.

Am schönsten ist natürlich das gemeinsam Fest am Ende des Tages, der seit vielen Jahren von Wirtschafts- und Sozialkundelehrer David Vogel organisiert wird. Hier wird noch einmal gemeinsam getrommelt und vor allem werden mit großem Appetit Sambosas und Mandasi verspeist. Da bleibt am Ende nur noch ein dickes „Murakozi – Vielen Dank!“ für einen tollen Tag rund um das rheinland-pfälzische Partnerland, der den Kindern mit Sicherheit lange im Gedächtnis bleiben wird.

Hier der Link zum Eintrag der ruandischen Studenten zu unserem Tag auf facebook!

 

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