Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

P1080159Mögen alle deine Himmel blau sein“
Realschule plus Rockenhausen verabschiedet ihre Schulleiterin Olga Alve

In einer Feierstunde haben Vertreter aller Gremien und an der RSROK Beschäftigten die Leiterin der Realschule plus Rockenhausen, Olga Alve, verabschiedet. Gemeinsam mit ihr wurde auch Karina Blickwedel, langjährige Mathematik- und Physiklehrkraft der Schule, in den Ruhestand versetzt. Gleichzeitig konnte die Realschulfamilie mit Harald Scheve den neuen Schulleiter der RSROK begrüßen.

Statt des zu diesem Anlass üblicherweise zu erwartenden Gästeansturms durften nur zwei Handvoll ausgewählter Vertreterinnen und Vertreter aus Elternschaft, Kollegium, Ministerium und Haustechnik an der Feier teilnehmen. Trotz des ungewöhnlichen Rahmens gelang eine festliche Verabschiedung mit Herz.

In einer emotionalen Rede würdigte Konrektor Thomas Halfmann den Werdegang Olga Alves. Anhand eines außergewöhnlichen Blumenstraußes, in Ringen analog zu den Lebensringen eines Baumes gebunden, zeichnete er ihre Lebensstationen nach: 35 weiße Rosen, sinnbildlich für die ersten 35 Lebensjahre in Kasachstan, umringten 13 rosa Blüten. Diese standen als Bild für die darauf folgenden Jahre des Neustarts in Deutschland, des erneuten Studiums, um auch in der neuen Heimat den Lehrberuf ausüben zu dürfen, und der Arbeit an unterschiedlichen pfälzischen Schulen. Ergänzt wurde das Ensemble durch 15 blaue Blüten, stellvertretend für das 15jährige Wirken an der Realschule plus Rockenhausen, zunächst als Konrektorin, als kommissarische und schließlich berufene Schulleiterin. Gekrönt wurde der Strauß durch eine bunte Mitte, in die Höhe drängend und doch gehalten vom Rund des bereits gelebten Lebens. „Über die weiteren Ringe und ihre Gestaltung musst du selbst entscheiden“, formulierte Thomas Halfmann, bevor er seiner langjährigen Vorgesetzten einen irischen Segensgruß mit auf den Weg gab: „Mögen alle deine Himmel blau sein. Mögen Glück und Lachen alle deine Tage ausfüllen.“
Untermalt wurde seine Ansprache vom gefühlvollen Klavierspiel Jochen Leonhardts, der die einzelnen Lebensabschnitte mit seiner treffenden Liedauswahl zusätzlich charakterisierte. So erklang unter anderem das von Olga Alve so geliebte russische Wiegenlied „Bajuschki Baju“, seit ihrem Erscheinen an der RSROK zu einer Art „Hit in Dauerschleife“ avanciert und bei verschiedensten festlichen Gelegenheiten an der Schule zu hören.

Auch wenn es dem Kollegium wie auch langjährigen Weggefährten Corona-bedingt verwehrt war, persönlich an der Feier teilzunehmen, wollte man es sich doch nicht nehmen lassen, auf persönliche Art und Weise Dank und Anerkennung auszusprechen. In Form von kurzen Videobotschaften grüßten Kollegen und Ehemalige von der Leinwand und gaben Olga Alve viele herzliche Glück- und Segenswünsche mit auf den Weg. Ein berührender Zusammenschnitt, der durch das Engagement des Personalrates und Karina Blickwedel, Physik- und Mathematiklehrerin der Realschule plus Rockenhausen, realisiert wurde. Allerdings war dies der letzte aktive Festbeitrag, den Karina Blickwedel an „ihrer“ Schule in die Tat umsetzen konnte. Denn gemeinsam mit ihrer Schulleiterin wurde auch sie durch den Referenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Neustadt Günter Grube in den Ruhestand versetzt.
Als eine ihrer letzten Amtshandlungen zeichnete Olga Alve den beruflichen Weg von Karina Blickwedel nach. 1982 begann diese als Lehrerin an einer Grundschule, bevor sie 1995 an die Realschule wechselte. „Unsere erste gemeinsame Aufgabe war das Durchforsten des Fotoarchivs der Schule“, erzählte Alve, „im Lehrerchor haben wir nebeneinander gesungen.“ In Erinnerung bleiben wird Karina Blickwedel als technikaffine Physik-Fachvorsitzende (Alve: „die sparsamste Fachvorsitzende, die wir hatten“), die sich mit Begeisterung in neue Technologien wie den 3D-Druck eingearbeitet hat und „eine große Lücke hinterlassen wird“.

Doch nicht nur die Verabschiedung einer Kollegin stand in dieser Feierstunde an. Ebenfalls noch als Schulleiterin begrüßen durfte Olga Alve ihren Nachfolger im Amt, Harald Scheve, dessen Ernennungsurkunde Günter Grube ebenfalls im Gepäck hatte. „Ich habe eine lange Rede vorbereitet. Die knüll ich jetzt mal zusammen, denn dieser Augenblick steht für sich“, meinte Harald Scheve sichtlich bewegt von der emotionalen Anteilnahme, die sich in den Festbeiträgen widerspiegelte. „Hier ist auch von außen eine solch große Wertschätzung zu erkennen, dass mir nur eines zu sagen bleibt: Sie haben einen verdammt guten Job gemacht!“

Dem konnte sich auch Günter Grube nur anschließen. „Die Menschen stärken und die Sachen klären“, so das Motto, mit dem er den Arbeitsstil Olga Alves in seiner Ansprache würdigte: „Sie haben sich nicht in den Vordergrund gestellt, sondern stets Verantwortung für die Ihnen anvertrauten Menschen übernommen. Kinder als die Schätze der Gesellschaft, das war Ihre Richtschnur.“ Und er schloss mit den Worten: „Die Chefin verlässt das Schiff. Aber die Crew und die Offiziere sowie der neue Kapitän stehen bereit. Sie können mit Stolz auf Ihre Tätigkeit zurückschauen.“

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