Realschule+ Rockenhausen

mit Ganztagsschule

Das Land der 1000 Hügel zu Gast in der Pfalz

Ruanda-Tag an der Realschule plus Rockenhausen

Der Klang von Trommeln durchzieht das Treppenhaus der Realschule plus Rockenhausen. Immer schneller wird der Rhythmus, steigert sich und bricht plötzlich ab, nur um einige Minuten später wieder neu zu erklingen. Was ist da los? Praktische Übungen im Musikunterricht?

 

Im Musiksaal angekommen bietet sich dem Besucher ein überraschendes Bild: Im Kreis sitzen 15 Fünftklässler, konzentriert über ihre Djemben gebeugt um zwei junge Männer. Diese geben auf ihren großen Trommeln, bezogen mit Kuhhaut, den Rhythmus vor, den die Kinder aufnehmen und mitspielen. Wir befinden uns in einem von drei Workshops, die an diesem Morgen anlässlich des Ruanda-Tages an der Realschule plus Rockenhausen stattfinden.

„Seit vielen Jahren werden an unserer Schule immer wieder Projekte rund um die Partnerschaft von Rheinland-Pfalz mit Ruanda organisiert. Sammelaktionen bei der Weihnachtsfeier, Kaffee-Verkauf zugunsten der Fair-Trade-Initiative oder Info-Stände am Tag der offenen Tür – die Kinder sind recht kreativ, was die einzelnen Aktionen angeht. Aber um eine Partnerschaft mit Leben zu erfüllen, ist es wichtig, den Partner zu kennen. Dazu soll dieser Tag heute dienen“, erzählt Ethik-Lehrer David Vogel, der die Veranstaltung an der Schule initiiert hat. Er stellte den Kontakt zur Studenten-Gemeinschaft AERK (Association des Etudiants Rwandais de Kaiserslautern) und entwickelte gemeinsam mit den Studenten das Konzept des Tages. „In drei Workshops lernen die Kinder Ruanda von ganz unterschiedlichen Seiten mit allen Sinnen kennen.“ Im Landeskunde-Workshop flimmern per Powerpoint-Präsentation zahlreiche Bilder aus dem Land der 1000 Hügel über die Leinwand und die Kinder löchern den vortragenden Habimana Jean de Dieu mit Fragen zum Leben in Ruanda. Den Koch-Workshop kann man schon von weitem riechen. Hier wird eifrig gewerkt, denn schließlich stellen die kleinen Köche hier das Festessen für das große gemeinsame Abschlusstreffen am Ende des Tages her. „Ist das gut so?“, fragt Christina und hält ihre eben gefaltete Teigtasche in die Luft. Sie wird lächelnd abgesegnet und kommt auf das bereitgestellte Tablett. Hier warten schon zahlreiche weitere Hackfleisch-gefüllte Teilchen auf ihr Bad im heißen Fett. „Wir bereiten heute Samosas und Amandas mit den Kindern zu“, erzählt einer der Studenten. Für manch eines der Kinder eine ganz neue Erfahrung. „Hast du denn zu Hause auch schon mal in der Küche geholfen?“ Calvin schüttelt den Kopf: „Nein, eigentlich noch nie! Aber es macht Spaß!“ Und mit Unterstützung der ruandesischen Vorköche rollt der Fünftklässler weiter seine Teigrolle, bis sie in kleine Scheiben zerschnitten wird, um anschließend ebenfalls ein heißes Fettbad zu nehmen – die ruandesische Variante des bei uns bekannten Berliners.

Doch auch der schönste Schultag geht einmal zu Ende. „Ihr habt heute getrommelt wie die Europameister. Aber wir hören nun zum Abschluss den Weltmeistern im Trommeln zu!“, meint David Vogel, als alle am Ende des Tages noch einmal im Multifunktionssaal der Schule zusammenkommen. Ein herzliches Dankeschön von Orientierungsstufenleiterin Sandra Seibel im Namen der Schulleitung und den beteiligten Schülern der fünften Klassen begleitet die neun Studenten, die sich an diesem Morgen die Zeit genommen haben, ihr Heimatland den jungen Pfälzern näher zu bringen. Die intensiven Gespräche beim abschließenden Verspeisen der ruandesischen Spezialitäten lassen hoffen, dass der Keim zu einer Weiterführung der Partnerschaft auch bei der nächsten Generation erfolgreich gelegt wurde.

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