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„Ich hab die Bewegung nicht einmal gesehen!“ Ungläubig starren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a auf die Snare Drum. Michael Gärtner hat ihnen gerade zwei Möglichkeiten vorgeführt, wie man auf dieser Trommel einen Wirbel spielen kann. Nun sollen die Jugendlichen raten, wie viele Berührungen zwischen Trommelstock und Fell in einer Minute stattfinden. Die Bandbreite der Antworten reicht von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Kontakten und tatsächlich hatte ein Schüler richtig getippt: ca. 6.000 Mal berührt der Schlägel das Trommelfell.
Michael Gärtner ist eigentlich Schlagzeuger bei der Deutschen Radiophilharmonie Kaiserslautern Saarbrücken. Nebenbei betreibt er in Enkenbach-Alsenborn eine Klangwerkstatt. Hier haben Kinder und Jugendliche die wunderbare Möglichkeit, die Welt der Schlaginstrumente kennenzulernen und einen Vormittag lang im wahrsten Sinne des Wortes mal richtig auf die Pauke zu hauen.
Dank der Vermittlung von Lydia Thorn Wickert und einer Spende der Schöck-Familienstiftung konnte am Montag, 10.06.2024, die Klasse 9a an diesem musikalischen Workshop teilnehmen.
Zunächst durfte die Klasse die verschiedenen Trommeln kennenlernen. Da gab es etwa die aus Südamerika stammende Conga, die nur mit den Händen gespielt wird, die kleine Trommel oder die Pauke, bei der man sogar die Tonhöhe mit einem Pedal einstellen kann. Nachdem Herr Gärtner die verschiedenen Instrumente und Spielweisen vorgestellt hatte, durfte die Jugendlich selbst spielen.
Im Anschluss ging es in den Nebenraum. Hier waren drei Schlagzeuge aufgebaut und die Schülerinnen und Schüler mussten unter Anleitung von Herrn Gärtner einen einfachen Beat einstudieren. Obwohl es gar nicht so einfach ist, wenn man mit der rechten Hand auf das links stehende Hi-Hat schlagen muss und dabei abwechselnd noch mit dem Fuß die Bass Drum bzw. mit der linken Hand die Snare Drum spielen muss, hatte die Klasse sichtlich Spaß daran und einige erwiesen sich als echte Naturtalente.
Danach stellte Herr Gärtner der Klasse die zweite große Instrumentengruppe vor: die Stabspiele. Hierzu gehören zum Beispiel Marimba, Vibraphon oder Xylophon. Auch wenn es einigen Schülern gelang, den Instrumenten in der Ausprobierphase ganze Melodien zu entlocken, mit vier Schlägel gleichzeitig zu spielen, wie es Herr Gärtner vormachte, gelang niemandem.
Der krönende Abschluss des Tages war eine Geschichte, die Herr Gärtner erzählte, und die von der Klasse währenddessen live vertont wurde. Donnerblech, Windmaschine, Becken und große Trommeln – sie alle sorgten für ein beeindruckendes Gewitter. Mit Schleifpapier wurden menschliche Schritte nachgeahmt und Effektpfeifen und Kuhglocken ahmten Tiere nach.
Die Klasse hatte an diesem Tag sehr viel Spaß und Freude am Musizieren und überreichte Herrn Gärtner als kleines Dankeschön ein Weinpräsent, bevor sie wieder die Heimreise nach Rockenhausen antrat.
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