Kategorie: 2022

Interview mit unserem FSJler

Halbzeit Eindrücke unseres FSJlers Philip Renner Fast ein halbes Jahr ist Philip Renner nun bereits als FSJler an der Realschule plus Rockenhausen tätig. Ein guter Zeitpunkt für eine kleine Zwischenbilanz. Wie hat der 20jährige die letzten Monate im „Schuldienst“ erlebt? „Es war schon ganz gut bisher, ich würde mich nicht beschweren. Die meisten Schüler respektieren mich. Es ist interessant, den Umgang mit Kindern und Jugendlichen nicht auf gleicher Ebene, sondern als ‚Quasi-Lehrer‘ zu erleben“, zieht Philip Renner ein erstes Zwischenfazit. Nach seinem Abitur am Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler schrieb er sich zunächst für ein Studium der Raumplanung an der TU Kaiserslautern ein. Doch recht schnell wurde klar: „Das Fach ist mir zu theoretisch, die praktischen Aspekte wurden ignoriert.“ Auch eine Probewoche in der geriatrischen Abteilung des Westpfalz-Klinikums am Standort Rockenhausen entpuppte sich als Flop. „Es ist mir aufs Gemüt geschlagen, die Leute leiden zu sehen.“ Weitere Abstimmungsprobleme führten schnell zu einer Trennung. Nach kurzer Überlegung und einem Probetag an der RSROK war dann klar: Das FSJ an der Schule soll es sein! „Das freiwillige soziale Jahr an der Realschule plus Rockenhausen bietet eine Chance für mich, meine sozialen Kompetenzen auszubauen, neue Sachen zu lernen. Es trainiert den Umgang mit Menschen, man wird geduldiger und kann verschiedene zwischenmenschliche Situationen in Betracht ziehen.“ Besonders genießt es Philip Renner, wenn er Kindern im Unterricht unterstützend zur Seite stehen kann. „Und natürlich wenn ich dienstags in der Spiele-AG gegen Darleen im UNO gewinne“, berichtet er lachend. Neben der Tätigkeit an der Realschule verliert der FSJler seine weitere berufliche Zukunft nicht aus dem Blick. Aktuell bereitet er sich auf Vorstellungsgespräche beim Steuerberater sowie der Sparkasse vor. Seine frisch erworbenen Kompetenzen im zwischenmenschlichen Bereich werden ihn sicherlich auch an seinen weiteren beruflichen Stationen zugute kommen.

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Spendenübergabe im Ahrtal

„Das ist anders als im Fernsehen!“ Spendenübergabe im Ahrtal beeindruckt Delegation Die Auswirkungen der Überflutung im Ahrtal wurden Vertretern der Realschule plus und des Rotary-Clubs Rockenhausen bei ihrem Besuch eindrücklich vor Augen geführt. Der Termin zur Spendenübergabe geriet zu einem bewegenden Treffen. Doch es gibt auch Zukunftspläne. „Sehr beeindruckend, extrem berührend, schockierend!“ – Schulleiter Harald Scheve, Rotary-Mitglied Stephan Brohl und Schülersprecherin Marina Nicolaev sind sich einig: Es waren erschütternde Eindrücke, die sie im Ahrtal gewonnen haben. Kurz nach Schuljahresbeginn hatte die Realschule plus Rockenhausen entschieden, sich mit einem Spendenlauf für den Wiederaufbau im Ahrtal zu engagieren. Der Rotary-Club Rockenhausen schloss sich dieser Aktion an und verdoppelte das erlaufene Spendenergebnis, sodass letztlich eine Summe von 10.000 € zustande kam. Vermittelt durch eine Initiative des Verbandes Reale Bildung entstand der Kontakt zur Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Realschule plus in Ahrweiler. Kurz vor Weihnachten war es soweit: Gemeinsam mit Vertretern der Sport-Fachschaft und des Fördervereins der Schule fuhren Stephan Brohl vom Rotary-Club Rockenhausen, Schulleiter Harald Scheve und die Schülersprecherinnen der Realschule plus Rockenhausen ins Ahrtal, um den Spendenscheck an Bettina Lanzerath, Konrektorin der dortigen Schule, zu übergeben. „Da ist noch ganz vieles zerstört“, erzählt die 17jährige Marina und Kassandra Lindo, ebenfalls Teil des Schülersprecher-Teams, ergänzt: „Überall ist immer noch Matsch, an vielen Stellen stehen nur noch die Mauern der Häuser, alles andere musste abgerissen werden.“ „Das ist schon erschreckend, wenn man das mit eigenen Augen sieht, das ist anders als im Fernsehen“, zeigt sich Marina fassungslos von dem, was ihr vor Ort begegnet ist. Auch für Stephan Brohl war der Tag ein besonderer: „Der Besuch hat mir die Augen geöffnet für die Situation vor Ort. Es handelt sich wirklich um ein Katastrophengebiet, jedes zweite Haus ist entkernt, ein riesiges Bauprojekt.“ Der Leiter der Boeselager-Realschule Timo Lichtenthäler hat in bedrückenden filmischen Eindrücken Bilder und Geschehnisse unmittelbar nach der Katastrophe zusammengestellt (im Netz zu finden auf dem Youtube-Kanal der Boeselager-Realschule). Konrektorin Bettina Lanzerath schilderte den Besuchern, wie knapp ihre Familie in der Katastrophennacht dem Tod durch Ertrinken entkam. „Wären meine Kinder, wie sie es ursprünglich vorhatten, an diesem Abend in unser Auto gestiegen, dann wären sie heute nicht mehr bei uns“, berichtete sie. „Tagelang habe ich nur funktioniert und kaum geschlafen. Nach vier Wochen, ich hielt gerade ein Prospekt für Backformen in der Hand, kamen mir plötzlich einfach die Tränen. Das war der Moment, wo ich angefangen habe zu begreifen, was ich alles verloren habe.“ „Im Erdgeschoss lagen vor der Flutkatastrophe alle Fachsäle sowie die Räume der Orientierungsstufe. Dort gibt es nur noch nackte Wände“, berichten Marina und Kassandra. „Es gibt kein Becherglas mehr, keinen Bunsenbrenner, keine Musikinstrumente.“ Bei den Mitgliedern des Rotary-Clubs entstand die Idee, sich nicht nur mit einer einmaligen Spende zu engagieren, sondern eine längerfristige Partnerschaft zu initiieren. „Wir haben uns überlegt, dass viele Eltern im Ahrtal keine Möglichkeit haben werden, im kommenden Jahr einen Urlaub zu organisieren. Doch viele Kinder vor Ort sind traumatisiert und benötigen dringend Erholung und einen Tapetenwechsel, um einmal auf andere Gedanken zu kommen und neue Kräfte zu sammeln“, berichtet Stephan Brohl. „So entstand die Idee: Wir ermöglichen diesen Kindern im kommenden Jahr einige unbeschwerte Ferientage in der Pfalz. Die ersten Gespräche vor Ort haben wir bereits geführt. Auch konnte bereits ein Besuch einiger betroffener Kinder im Kieler Zoo organisiert werden. Bei den Ferienfreizeiten in der Pfalz suchen wir die Kooperation mit ‚Lichtblick 2000‘ aus Kaiserslautern. Gemeinsam wollen wir zu einer längerfristigen Unterstützung im Ahrtal bereitstehen.“ Und auch für Schulleiter Harald Scheve steht fest: „Der nächste Spendenlauf kommt bestimmt!“

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Kompetenzen im Test – PAC 2022

Zwischen PC-Test und Murmelbahn-Kreation Mittelstufe der RSROK absolviert Potenzialanalyse Nach Corona-bedingtem Entfall im vergangenen Jahr konnte dieses Jahr die Kompetenzanalyse Profil AC wieder erfolgreich absolviert werden. Siebt- und Achtklässler durchliefen an zwei Tagen verschiedene Tests, einzeln und in der Gruppe, am Basteltisch und am PC. Ähnlich wie in einem Assessment-Center werden die Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben konfrontiert, die innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe ohne weitere Hilfestellung zu bewältigen sind. Während es beim PC-Test z.B. um eine gezielte Informationsrecherche oder die Auswahl des korrekten Dateiformats geht, sind gleich nebenan handwerkliche und planerische Fähigkeiten gefragt. Wie gestalte ich eine Geburtstagskarte mit 3D-Effekt? Wie gelingt es mir gemeinsam mit meiner Gruppe praktisch nur mit Papier und Klebeband eine Murmelbahn zu bauen? „Die Beobachtungsergebnisse der verschiedenen Stationen werden am Ende durch die Lehrkräfte zusammengetragen und in einem persönlichen Gespräch mit Eltern und Schüler der Selbsteinschätzung durch die Schüler gegenübergestellt und besprochen“, erläutert PAC-Koordinator Daniel Daum. „Hieraus können sich wertvolle Hinweise im Hinblick auf die eigenen Stärken und Schwächen und damit letztlich auf eine mögliche berufliche Orientierung ergeben. Wie genau arbeite ich? Wie kann ich meine Arbeitszeit einteilen? Wie kommuniziere ich in einer Gruppe? All dies sind Dinge, die natürlich auch im normalen Schulalltag eine Rolle spielen, hier jedoch noch einmal in einem eher ungewöhnlichen Setting in den Fokus genommen werden.“ In einer gemeinsamen Fortbildung wurde vor einigen Jahren das gesamte Kollegium in Durchführung und Auswertung der Kompetenzanalyse geschult. Als Pilotschule war die Realschule plus Rockenhausen eine der ersten, die ihren Schülerinnen und Schülern diese Chance auf einen detaillierten Blick auf die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglichte.

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