Online-Escape-Game an der RSROK

Per Zifferncode durchs Rätselschloss

Lehrerin organisiert Online-Escape-Games für ihre Schüler


Im Team, eingeschlossen in einem Raum, gemeinsam innerhalb einer Stunde des Rätsels Lösung entdecken und das Türschloss knacken – das ist das Prinzip von ExitRooms bzw. EscapeGames. Kein Spaß für Corona-Zeiten? An der Realschule plus Rockenhausen lautet die Antwort: Doch, genau jetzt!

Sportverein geschlossen, Treffen mit Freunden verboten, Shoppingtour in der Stadt unmöglich. Die Freizeitmöglichkeiten für junge Leute sind derzeit wahrlich nicht begeisternd. Da kommt die Idee von Nina Rößel, Lehrerin an der Realschule plus Rockenhausen, gerade recht: „Ich wollte den Kids auch mal was Schönes anbieten in dieser schwierigen Zeit. Nicht nur der Austausch im Online- Unterricht, sondern eine spannende, spielerisch verbrachte Auszeit gemeinsam mit Freunden – Corona-bedingt eben ‚nur‘ per PC verbunden.“ Gedacht, getan. Mithilfe eines kurzen Erklärfilms, lädt Rößel die Schülerinnen und Schüler ihrer Schule ein: „Wollt ihr eure grauen Zellen mal anders als mit Mathe, Deutsch und Englisch in Anspruch nehmen? Sucht euch einen bis vier Mitspieler aus eurer Klasse – ich lade euch online zum Escape-Game-Spielen ein!“

Kurz nach dem Video-Aufruf beginnen hitzige Diskussionen in den einzelnen Klassenteams: Wer hat Lust, wer spielt in welcher Gruppe mit – und was ist überhaupt so ein Escape-Game? Diese Frage können Felix Frömberg und Manuel Jungblut, mutige Testspieler aus der 8a, genau beantworten: „Man muss jede Menge Rätsel lösen. Dabei findet man Codes, bestehend aus drei Ziffern. Immer wenn wir einen solchen Code gefunden hatten, hat sich die Tür geöffnet und wir konnten im nächsten Raum das nächste Rätsel in Angriff nehmen.“
Rund 30 bis 40 Minuten dauert eine solche Spielrunde. Die Vorlage dazu hat Nina Rößel im Internet entdeckt, für ihre Schüler und deren technische Möglichkeiten ein wenig aufbereitet – und los ging’s. Seit dem Start vor rund zwei Wochen waren Teams aus fast allen Klassenstufen am Start und hatten mächtig viel Spaß dabei, die Prinzessin aus dem Verlies zu befreien und nebenbei den Burgschatz an sich zu bringen. „Klar muss ich mal mehr, mal weniger Unterstützung liefern. Manchmal ist auch eine neugierige Mama oder ein interessierter Papa im Hintergrund, der vielleicht die zündende Idee liefert. Egal wie: Die Kids haben eine Menge Spaß und tauschen sich einmal über etwas anderes aus als die Mathe-Hausaufgaben oder die letzte Fortnite-Runde. Und das freiwillig außerhalb ihrer Unterrichtszeit!“, ist Rößel mit ihrer Aktion zufrieden. „Vielen Dank, dass Sie so etwas für uns veranstalten!“, ist eine der begeisterten Rückmeldungen. „Einzig die Neuner und Zehner haben sich bisher noch nicht anstecken lassen“, bedauert die Lehrerin, die eigentlich für Mathematik, und Hauswirtschaft zuständig ist, wenn sie nicht gerade als Spielleiterin fungiert. Sicherlich entdecken auch die „Großen“ den liebevoll gemachten Spielspaß noch für sich und beschäftigen demnächst ihre grauen Zellen mit der Frage: Wo stecken die drei Ziffern, die zur Öffnung des Schlosses führen?

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