Autor: Christian Köhler

Online-Escape-Game an der RSROK

Per Zifferncode durchs Rätselschloss Lehrerin organisiert Online-Escape-Games für ihre Schüler Im Team, eingeschlossen in einem Raum, gemeinsam innerhalb einer Stunde des Rätsels Lösung entdecken und das Türschloss knacken – das ist das Prinzip von ExitRooms bzw. EscapeGames. Kein Spaß für Corona-Zeiten? An der Realschule plus Rockenhausen lautet die Antwort: Doch, genau jetzt! Sportverein geschlossen, Treffen mit Freunden verboten, Shoppingtour in der Stadt unmöglich. Die Freizeitmöglichkeiten für junge Leute sind derzeit wahrlich nicht begeisternd. Da kommt die Idee von Nina Rößel, Lehrerin an der Realschule plus Rockenhausen, gerade recht: „Ich wollte den Kids auch mal was Schönes anbieten in dieser schwierigen Zeit. Nicht nur der Austausch im Online- Unterricht, sondern eine spannende, spielerisch verbrachte Auszeit gemeinsam mit Freunden – Corona-bedingt eben ‚nur‘ per PC verbunden.“ Gedacht, getan. Mithilfe eines kurzen Erklärfilms, lädt Rößel die Schülerinnen und Schüler ihrer Schule ein: „Wollt ihr eure grauen Zellen mal anders als mit Mathe, Deutsch und Englisch in Anspruch nehmen? Sucht euch einen bis vier Mitspieler aus eurer Klasse – ich lade euch online zum Escape-Game-Spielen ein!“ Kurz nach dem Video-Aufruf beginnen hitzige Diskussionen in den einzelnen Klassenteams: Wer hat Lust, wer spielt in welcher Gruppe mit – und was ist überhaupt so ein Escape-Game? Diese Frage können Felix Frömberg und Manuel Jungblut, mutige Testspieler aus der 8a, genau beantworten: „Man muss jede Menge Rätsel lösen. Dabei findet man Codes, bestehend aus drei Ziffern. Immer wenn wir einen solchen Code gefunden hatten, hat sich die Tür geöffnet und wir konnten im nächsten Raum das nächste Rätsel in Angriff nehmen.“ Rund 30 bis 40 Minuten dauert eine solche Spielrunde. Die Vorlage dazu hat Nina Rößel im Internet entdeckt, für ihre Schüler und deren technische Möglichkeiten ein wenig aufbereitet – und los ging’s. Seit dem Start vor rund zwei Wochen waren Teams aus fast allen Klassenstufen am Start und hatten mächtig viel Spaß dabei, die Prinzessin aus dem Verlies zu befreien und nebenbei den Burgschatz an sich zu bringen. „Klar muss ich mal mehr, mal weniger Unterstützung liefern. Manchmal ist auch eine neugierige Mama oder ein interessierter Papa im Hintergrund, der vielleicht die zündende Idee liefert. Egal wie: Die Kids haben eine Menge Spaß und tauschen sich einmal über etwas anderes aus als die Mathe-Hausaufgaben oder die letzte Fortnite-Runde. Und das freiwillig außerhalb ihrer Unterrichtszeit!“, ist Rößel mit ihrer Aktion zufrieden. „Vielen Dank, dass Sie so etwas für uns veranstalten!“, ist eine der begeisterten Rückmeldungen. „Einzig die Neuner und Zehner haben sich bisher noch nicht anstecken lassen“, bedauert die Lehrerin, die eigentlich für Mathematik, und Hauswirtschaft zuständig ist, wenn sie nicht gerade als Spielleiterin fungiert. Sicherlich entdecken auch die „Großen“ den liebevoll gemachten Spielspaß noch für sich und beschäftigen demnächst ihre grauen Zellen mit der Frage: Wo stecken die drei Ziffern, die zur Öffnung des Schlosses führen?

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Realschule plus Rockenhausen rockt Fernunterricht

Erfolgreiches Online-Angebot freut Eltern und Schüler „Mein Kind muss in die Online-Schule!“ Eine Aussage, häufig verbunden mit einem tiefen Stoßseufzer, verbinden sich mit dem Unterricht von zu Hause aus doch bei sehr vielen große Probleme. Systeme brechen zusammen, Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule gestaltet sich problematisch, die Abgabe von Aufgaben sorgt für Knatsch in Familien, die ihren Feierabend mit dem mühevollen Hochladen von Fotos und sonstigen Dateien verbringen müssen. Auch die Realschule plus Rockenhausen befindet sich im Fernunterricht. Doch hier läuft vieles anders. „Unsere Schule hat sich monatelang Gedanken gemacht, wie ein effektiver Fernunterricht aussehen kann“, erläutert Harald Scheve, Schulleiter der RSROK. Bereits im letzten Schuljahr hatte sich die Realschule als Software-Lösung für Teams von Microsoft entschieden. Scheve meint: „Dies war eine gute Entscheidung. Unsere Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte können das Programm einfach bedienen und es funktioniert ohne Störungen.“ Ein Problem, das im ersten Lockdown der Schule zurückgemeldet wurde, war, dass für viele Schüler der normale Tagesablauf völlig verloren ging. „Dies hatte negative Auswirkungen auf das Lern- und Arbeitsverhalten der Kinder. Daher war uns wichtig, dass wir durch einen festen Online-Stundenplan die Rahmenbedingungen für einen stabilen Tagesrhythmus schaffen und einen annähernd ‚normalen‘ Schultag von 8 bis 13 Uhr gestalten. Dies bietet den Kindern Struktur und Halt“, berichtet Schulleiter Scheve. Aus den Erfahrungen des ersten Lockdowns heraus war jedoch auch klar: Videounterricht ist nicht gleich Präsenzunterricht. Sechs Stunden durchgehender Unterricht, wie im Präsenzstundenplan vorgesehen, wären weder für Lernende noch für Unterrichtende sinnvoll, „ganz im Gegenteil, das wäre psychologisches und pädagogisches Harakiri!“, bekräftigt Scheve. Aus diesem Grund gibt es an der Realschule plus Rockenhausen für den Fernunterricht einen eigenen Stundenplan. Auf diesem finden sich pro Tag maximal vier, in den den höheren Klassen fünf Fachstunden mit einer Länge von 30 Minuten. Jeder Tag startet mit einer Klassenleiterstunde, um anstehende Probleme und Fragen zu klären und Anwesenheiten zu kontrollieren. Zwischen den Stunden gibt es einen Puffer von 15 Minuten, die als persönliche Pause, zur Klärung individueller Fragen mit dem Fachlehrer per Chat oder als Arbeitsphase genutzt werden können, um schriftliche Arbeitsaufträge zu bearbeiten. „So endet ein Fernunterrichtsschultag spätestens um 12:45 Uhr. Die Stundentafel und die Dauer einer Unterrichtsstunde wurden gekürzt, sodass es nicht zu einer Überlastung der Schülerinnen und Schüler kommen sollte. Es gibt einige Fächer, für die wir den Video-Unterricht nicht als sinnvoll sehen. Im WPF-Bereich der Klassen 6 und 7, in Religion, BK und Sport findet kein Video-Unterricht statt. Hier werden stattdessen Aufgaben über die Lernplattform gestellt, die zu erledigen sind. Der Umfang ist dabei maximal auf 20 Minuten pro Woche geplant. Für Rückfragen zu diesen Arbeitsaufträgen steht der Fachlehrer über Teams zur Verfügung“, erläutert Harald Scheve das Herangehen. Besonders stolz ist die Schulleitung auf eine Erfolgsmeldung der letzten Woche: „Wir konnten in den letzten Tagen alle Schülerinnen und Schüler mit iPads ausstatten, denn die Lieferung der Kreisverwaltung kam noch gerade rechtzeitig zum erneuten Lockdown. Schülerinnen und Schüler, die zu Hause keine Internetverbindung haben, können bei uns in der Schule in der Notbetreuung mitarbeiten.“ Nach den ersten Unterrichtstagen gemäß dem neuen Online-Stundenplan gab es eine Umfrage unter Eltern, Schülern und Lehrkräften. Wie wird die neue Struktur aufgenommen, wo bestehen noch Probleme, was läuft gut oder sollte verbessert werden? „Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit den Rückmeldungen. Wir haben viel Positives berichtet bekommen“, kann Thomas Halfmann, Konrektor der RSROK, zusammenfassend feststellen. „Es sind teilweise mehr Schülerinnen und Schüler im Online-Unterricht präsent als im normalen Präsenzunterricht. Auch unser Schulelternbeirat hat insbesondere die Organisation des Unterrichts gelobt.“ Das Fazit von Schulleiter Scheve: „Natürlich wünschen wir uns wie alle baldige Normalität, denn ein Fernunterricht – auch wenn er so gut läuft wie bei uns – ist kein Ersatz für den direkten Schüler-Lehrer-Kontakt! Doch bleibt festzustellen, dass die Realschule plus Rockenhausen in der aktuellen Situation bestmöglich aufgestellt ist.“

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Vorlesewettbewerb an der RSROK

Von schleimigen Geistern und sprechenden Bäumen Vorleseworkshop der sechsten Klassen Geister kann man mit Salzwasser jagen und Bäume erfinden gerne Fantasieworte. Glaubt ihr nicht? Die Schülerinnen und Schüler, die beim Vorlesewettbewerb der sechsten Jahrgangsstufe mit dabei waren, können euch dies bestätigten. Denn sie wurden von den beiden Klassensiegern, Elena Willrich aus der 6a und Lukas Ruiz-Vielhaber aus der 6b, umfassend darüber informiert. Kurz bevor die Schulgemeinschaft in die Ferien aufbrach, lieferten sich Elena und Lukas ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Sie stellten mit Hilfe ihrer selbst angefertigten Plakate Autor und Inhalt ihres ausgewählten Buches vor und lieferten ihren Klassenkameraden anschließend einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Buch. Elena berichtet dabei von einem geheimen Kontinent, der unter anderem bevölkert wird von den oben erwähnten fantasievollen, mit Sprache spielenden Bäumen. Diesen Kontinent kann man nur durch eine verzauberte Tür betreten – die sich auch auf Elenas Plakat wiederentdecken ließ. Lukas wusste von Cornelia Funkes Geisterjägern und deren ungewöhnlichen Methoden der Gespensterjagd zu berichten. Sehr beeindruckend trug er die von ihm ausgewählte Stelle vor, indem er den unterschiedlichen Figuren sehr überzeugend eine ganz eigene Stimme verlieh. Im Finale lasen die beiden Klassensieger noch einen unbekannten Text vor, wobei sich beide sehr gut schlugen, sodass anschließend die Frage danach, wer denn jetzt wohl der bessere Leser sei, nur sehr schwer zu beantworten war. Mit ihrem souverän frei vorgetragenen Vorstellungsteil hatte Elena die Nase einige Millimeter vor Lukas, sodass sie als diesjährige Schulsiegerin im Vorlese-Wettbewerb in die Ferien gehen durfte. Wir gratulieren herzlich!

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zum 50.jährigen Schuljubiläum – Stimmen

Schülerstimmen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Schule

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