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Der „Flotte Euter“ ist zurück! Schülerladen der Realschule plus Rockenhausen wieder eröffnet Käsebrötchen und Nussplunder, Brezeln und Milchdrink – endlich können sich Schüler und Lehrer der RSRok im schuleigenen Kiosk wieder mit dem Überlebensnotwendigen für einen langen, kräftezehrenden Schultag ausstatten. Nach langer Corona-bedingter Auszeit und einem erneuten Umzug öffnet der von Schülern der Klassenstufe 9 geleitete Laden wieder seine Türen. Sehnlich wurde das Angebot von vielen erwartet. Betreut wird das Projekt „Flotter Euter“ von Daniel Daum und Antonio Schätz. Die beiden Lehrer im Wahlpflichtfach Wirtschaft und Verwaltung wissen um die besonderen Herausforderungen, die ein schuleigener Laden mit sich bringt. „Es braucht einen langen Atem, um ein solches Projekt dauerhaft am Leben zu halten“, meint Daniel Daum, der sich dieser Herausforderung nun seit sieben Jahren stellt. „Als problematisch erleben wir derzeit die sehr kleinen Schülergruppen im Wahlpflichtfachbereich, die eine enorme Arbeitsbelastung für jedes einzelne Team-Mitglied bedeuten“, erzählt Antonio Schätz. Waren es früher einmal bis zu 20 Schülerinnen und Schüler, auf die sich die vielfältigen Aufgaben verteilten, besteht das aktuelle WuV-Team aus sieben Schülerinnen und Schülern. Vier davon formieren sich zum aktuellen Leitungsteam, das die Wochenpläne festlegt, Kühlschränke füllt, sich um Bestellungen und Abrechnungen kümmert. Parallel stehen immer vier Schülerladen-Mitglieder jeweils eine Woche lang in beiden Pausen im „Flotten Euter“ hinter der Theke und versorgen die hungrige Kundschaft mit Essbarem. Nebenbei wird auch das Lehrerzimmer täglich mit einem Korb frischer Backwaren versorgt, die per Selbstbedienung verkauft werden. Nach der Corona-bedingten Schließung ist der Laden aktuell in einen frisch renovierten Klassenraum umgezogen, aus dessen Fenster heraus nun direkt auf den Schulhof verkauft wird. „Es ist einfach eine Spitzen-Möglichkeit für unsere Schüler, am eigenen Leib Erfahrungen im Verkauf zu sammeln. Kosten-Nutzen-Abschätzungen, Rechnungswesen, Erfassen von Verkaufszahlen und die passgenaue Planung von Bestellungen, der Umgang mit der nicht immer einfachen Kundschaft und natürlich das Abwägen von Erfolgschancen und Risiken möglicher neuer Verkaufsartikel – all das sind Aspekte, die unsere Schülerinnen und Schüler mit dem Projekt ‚Flotter Euter‘ hautnah erleben“, berichtet Daniel Daum. „Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Schüler hier ihre Liebe für den Beruf entdecken – oder zumindest die Nöte und Probleme der Kaufleute deutlich besser nachvollziehen können.“ Als Teil des schulischen Lebens hat der Flotte Euter für die Schulgemeinschaft der RSRok eine hohe Bedeutung. Nicht zuletzt können mit den Gewinnen, die der Schülerladen erwirtschaftet zahlreiche Projekte (mit-)finanziert werden wie z.B. die Bewirtung beim Grundschulschnuppertag, Unterstützung des schuleigenen Hausaufgabenheftes als Anzeigenpartner oder die Finanzierung des jährlich stattfindende Ruanda-Tages.
„En francais, s’il vous plait!“ Fremdsprachenassistent unterstützt Französisch-Unterricht Mit Beginn dieses Schuljahres gibt es an der Realschule plus Rockenhausen ein neues Gesicht: Noé Plaine unterstützt die Französisch-Klassen als Fremdsprachenassistent. Der junge Mann stammt aus Rennes und lebt aktuell mit drei anderen in einer Wohngemeinschaft mitten in Kaiserslautern. „Manchmal ist es ein bisschen laut. Aber ich habe es nicht weit bis zum Bahnhof, das ist sehr praktisch“, freut er sich über sein gelungenes Ankommen im pfälzischen Stadtleben. Im Gegensatz zum Unterricht in Frankreich – „dort wird mehr an die Tafel geschrieben, es ist insgesamt strenger“ – erlebt Noé Plaine das schulische Leben in Rockenhausen als recht entspannt. „Die Schüler und Lehrer sind sehr nett.“ Der 23jährige arbeitet in drei Französisch-Gruppen mit. Während in den ersten Wochen das Augenmerk hauptsächlich auf dem Kennenlernen von Schülern und Abläufen sowie der Einarbeitung in den aktuellen Lehrstoff lag, stehen nun die ersten eigenen Unterrichtsversuche an: „Ich habe über Spiele oder Aktionen mit den Kindern nachgedacht, angelehnt an das was sie gerade lernen. Es muss noch ein bisschen genauer geplant werden.“ Von seiner pfälzischen Wahlheimat auf Zeit hat Plaine bisher noch nicht viel gesehen. „Ich war im Wildpark, das war sehr schön. Es gibt viel Wald, ist mir aufgefallen.“ Koblenz und Mainz möchte er gerne in den kommenden Wochen besichtigen. Dann wird sicherlich mit der zunehmenden Routine auch das Einkaufen ein bisschen einfacher: „Es gibt verschiedene Dinge zu essen, die für mich hier in den Geschäften schwierig zu finden waren – oder teilweise sehr teuer sind. Und es gibt so viel unterschiedliches Fleisch und Wurst, ganz anders als bei uns.“ Wie ist es eigentlich zu dem Plan gekommen, für ein Jahr im Ausland zu leben und tätig zu sein? Noé Plaine erklärt, dass das Jahr für ihn ein Experiment darstellt. „Ist Unterrichten eine Option für mich? Aktuell gibt es keinen genauen Plan, welchen Beruf ich lernen möchte. Und die Möglichkeit für ein Austauschjahr gibt es nur während des Studiums. Da habe ich zugegriffen. Jetzt versuche ich, mein Deutsch zu verbessern und neue Erfahrungen zu sammeln.“ Wir wünschen unserem neuen Fremdsprachenassistenten eine gute Zeit und bonne chance!
Laufen für die gute Sache Erfolgreicher Spendenlauf der Realschule plus Rockenhausen „Für Realschulen von Realschulen“ war der Gedanke, der die Schulgemeinschaft der RSROK dazu bewegte, den ersten Spendenlauf der Schulgeschichte zu organisieren. Die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal hat neben vielen privaten Verlusten auch zur nahezu vollständigen Zerstörung mehrerer Schulen geführt. Speziell für die Realschulen in diesem Gebiet hat sich eine eigene Unterstützungsaktion gebildet. Für diese hat sich die Realschule plus Rockenhausen mit ihrem Lauf engagiert – und wie! Insgesamt lieferten die Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrer insgesamt über 1000 Stadion-Runden ab, jeder in seinem Tempo. Fast 480 km wurden so an diesem Vormittag zurückgelegt. Auch wenn die Prognosen eher mau waren, hatte der Wettergott ein Einsehen und schickte letztlich nicht nur keinen Regen, sondern angenehmen Sonnenschein. „Im Stadion herrschte ein ganz guter Geist, das war ein echtes Highlight!“, bilanziert Schulleiter Harald Scheve. Auch das Sammelergebnis von 4681€ kann sich sehen lassen, welches durch den Rotary-Club Rockenhausen noch aufgestockt wird. Als beste Läuferinnen und Läufer der einzelnen Klassenstufen wurden geehrt: Klassenstufe 5 und 6: Leander Lippert; Hanna Kratz Klassenstufe 7 und 8 : Ari Cornelius, Mohammad AlMassalmah; Joleena Winter Klassenstufe 9 und 10: Raoul Weber, Jeremy Armbrust; Maren Hoffmann Als beste Klasse wurde die 9b mit einem Extra-Wandertag für ihre starke Laufleistung belohnt.
Jonglieren, malen, spielen, aktiv werden Schnuppernachmittag der Fünfer Auch in diesem Jahr hatten die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler die Gelegenheit, einmal probeweise einen Nachmittag im Ganztagsbereich der Realschule zu erleben. Nach einem gemeinsamen, kostenlosen Mittagessen ging es auf zum Schnuppern in den einzelnen Arbeitsgemeinschaften. Herr Kricken vom Zirkus Pepperoni bietet auch in diesem Jahr die Zirkus-AG an und führte ein in die Kunst der Jonglage. Im Werkraum konnte man zu Pinsel und Farbe greifen, um in der Kreativ-AG ein ganz besonderes Wandbild auf Leinwand zu bannen. In der Spiele-AG ließ Frau Schlemmer gemeinsam mit den Kindern die Würfel rollen. So war der Nachmittag bei bestem Wetter schnell verflogen. Aber der nächste Dienstag kommt bestimmt!
Mit 3G erfolgreich an der neuen Schule Realschule plus Rockenhausen begrüßt Fünftklässler Mit Beginn des neuen Schuljahres erobert ein neuer Schülerjahrgang die Realschule plus Rockenhausen. Fragende Augen der Fünftklässler, schwankend zwischen neugierig und beklommen, sowie teilweise genauso aufgeregte Eltern bestimmen das Bild in der festlich geschmückten Turnhalle, als Schulleiter Harald Scheve die neue Mannschaft an Bord begrüßt: „Wir sind gespannt auf die Talente, die ihr mitbringt und in unsere Schulgemeinschaft einbringen werdet!“ Die „drei G der RSROK“ bringt er den Zuhörern in seiner Ansprache näher: Der ganze Mensch mit all seinen Facetten zählt an der RSROK. Als Ganztagsschule bietet die Schule ein umfassendes, vielfältiges Angebot an Förderung und Spielmöglichkeiten. In der Gemeinschaft der Schule sollen die Neuen schnell ankommen und sich aufgehoben fühlen. Dieses Ankommen erfolgreich gestalten helfen besonders die beiden Klassenlehrer der neuen fünften Klassen. Tanja Krämer und Alexander Horbach begrüßten ihre neuen Schützlinge sehr herzlich. Mit Marina Nicolaev, Maren Hoffmann, Cinah Krämer und Joy Wiesenborn stehen ihnen auch vier Patinnen zur Seite, die den Einstieg in den ersten Tagen erleichtern werden. Ob die Suche nach der richtigen Bushaltestelle, der Weg zum Klo oder die Orientierung im neuen Schulhaus – bei den vier Zehntklässlerinnen sind die Fragen der Neuen jederzeit gut aufgehoben. Spätestens mit dem Begrüßungsgeschenk des Fördervereins in Händen, ausgestattet mit vielen guten Wünschen von Schulleitung, Schulelternbeirat, Schulsozialarbeiter, Unterstufenleitung und Klassenleitungen, können die neuen Fünftklässler den letzten Musikbeitrag der Sechstklässler unter Leitung von Renate Bechter entspannt genießen. Für einen festlichen Rahmen sorgten bereits zuvor Jochen Leonhardt und Christine Kaufhold mit ihrem Duo für Klavier und Querflöte sowie Anna Graefen und Marie Mäuser mit einem bezaubernd vorgetragenen vierhändigen „Regenspiel“ am Klavier. Die Realschule plus Rockenhausen begrüßt ihre neuen Fünftklässler sehr herzlich in der Realschulfamilie und wünscht einen guten Start!
Singende Engel, viele gute Wünsche und ein paar Tränchen Realschule plus Rockenhausen feiert Entlassfeier Ein wenig Normalität am Ende eines ungewöhnlichen Schuljahres zu schaffen war der Wunsch, der dazu führte, dass es für die Entlassklassen der Realschule plus Rockenhausen nach diesem anstrengenden Corona-Jahr eine „echte“ Entlassfeier gab. Bis zuletzt hatte die Feier durch Veränderungen der Durchführungsmodalitäten von offizieller Seite sowie einen hohen organisatorischen und personellen Aufwand im Vergleich zu den Vorjahren in Frage gestanden. Allein der dringende Wunsch und das hohe Engagement von Schülern, Eltern und Kollegium führte dazu, dass die Feier mit Gästen durchgeführt werden konnte. Eine charmante Moderatorin, ein galanter Treppen-Überwindungshelfer mehrere singende „Engel“ und viele, viele gute Wünsche in unterschiedlichsten „Verpackungen“ bildeten dabei die Mischung für gleich mehrere gelungene Feierstunden. Aufgrund der Auflagen hatte sich die Schulleitung für eine Zweiteilung der Feier entschieden. So blickte zunächst die Berufsreife-Klasse auf ihre Schulzeit und den anstehenden neuen Lebensabschnitt, bevor anschließend in einer weiteren Feier die Realschulklassen ihre Abgangszeugnisse in Empfang nehmen durften. „Ein guter Lehrer hat nur eine Sorge: zu lehren, wie man ohne ihn auskomme.“ Dieses Zitat von André Gidé nahm Schulleiter Harald Scheve als Aufhänger seiner Ansprache. Dazu seien auch in diesem Jahr große Anstrengungen unternommen worden. „Auch wenn das Jahr anders war, ist das Bild von der verlorenen Generation meiner Meinung nach völlig unpassend. Wir sollten die Kirche wirklich im Donnersbergkreis lassen“, stellte Scheve klar. „Manchmal ging die Hilfestellung durch Klassenleitung und Fachkollegen aufgrund der Umstände tatsächlich weit über das normale Maß hinaus.“ Dennoch hätten viele kaum geklagt, ihre Situation angenommen und das Beste daraus gemacht. „Auf das Produkt aus Eltern- und Lehrerziehung, das nun hier vor uns sitzt, können Sie stolz sein!“, attestierte Scheve den anwesenden Eltern. Und tatsächlich: Was die Entlassschüler in einer kurzen Probephase als Rahmenprogramm dieser Feier auf die Beine gestellt hatten, musste sich wahrlich nicht hinter dem anderer Jahre verstecken. Jasmin Hoffmann, als beste Realschulabsolventin, Schülersprecherin und Leonie-Kopp-Preisträgerin Dauergast auf der Bühne, verzauberte mit selbstbewussten Solo-Gesang die Gäste. Auch das Duett „Little do you know“ gemeinsam mit Paula Hahn begeisterte die Anwesenden mit klaren, gefühlvollen Klängen. Weitere Gesangsbeiträge von Josi Jahn, Sophia Becker, Jana Krofak und Lea Schlosser („It‘s so hard to say goodbye to yesterday“) sowie Michelle Bauer und Lara Hilge („Our Song“) lockten bei den Anwesenden so manches Tränchen der Rührung hervor. Peppig lieferte die Klasse 10a in der Formation „Freyer & friends“ ihren Rap „Ich hab keinen Rhythmus“ ab, mit dem sie auf die „aus dem Rhythmus geratene Zeit“ der Pandemie anspielte. Ergänzt wurden die musikalischen Beiträge durch einen bildhaften Rückblick auf die zurückliegenden Jahre, gereimte oder auch multikulturelle Danksagungen und Berichte über Lehrer und ihre Eigenheiten sowie ein kurzweiliges Tanz-Video. Die darin vorkommende Maske am Unterarm wird bei späterer Betrachtung eine zeitliche Einordnung sehr einfach machen. Josi Jahn und Sophia Becker führten als Moderations-Duo die Gäste sicher durch die Feier der 9a, in der Max Willrich als bester Absolvent der Berufsreife-Klasse geehrt wurde. Souverän begeisterte im Anschluss Nelli Khachatryan aus der 10a mit charmantem Auftritt und großer Umsicht. „Nelli, du hast das Programm besser im Kopf als ich – was ist jetzt dran?“, wandte sich Schulleiter Harald Scheve nicht nur einmal an die Schülerin, die auch kleinere Unsicherheiten selbstbewusst zu meistern wusste. Kein Wunder, hatte sie doch mit Mitschüler Jawid Mohammadi eine zuverlässige Stütze beim Erklimmen der Bühnentreppe an ihrer Seite – mit hochhackigen Schuhen eine nicht ganz einfache Aufgabe. Für die Entlassschüler beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, der erneut viele Veränderungen bringen wird. Gerade deshalb war eine hohe Emotionalität in der Feier spürbar, waren den Schülern doch nur einige wenige „normale“ gemeinsame Unterrichtswochen vergönnt, bevor sich ihre Wege nun endgültig trennen werden. Die Erinnerung an die gemeinsame Feier lässt den Abschied vielleicht ein wenig einfacher werden.
Der Ball rollt wieder – endlich! Fußballturnier an der RSROK zum Schuljahresende Kurz vor Ende des Schuljahres hat die Schulgemeinschaft der Realschule plus Rockenhausen Vor-Pandemie-Traditionen wieder aufleben lassen und ein Fußballturnier organisiert. Im Gegensatz zu den bekannten Abläufen beim alljährlichen „Alex-Brüchert-Gedenkturnier“ gab es in diesem Jahr einige recht gelungene Veränderungen. So wurden sämtliche Partien an einem Tag im Stadion statt verteilt auf mehrere Teilturniere in der Donnersberghalle oder der schuleigenen Sporthalle ausgespielt. Dies brachte auch ganz neue Probleme mit sich. Hatte man sich in den vergangenen Jahren um geeignetes Wetter nie zu sorgen brauchen, wanderten bereits am Vortag immer wieder besorgte Blicke zur Wettervorhersage auf dem Handy. Und was dann am Vormittag tatsächlich „serviert“ wurde, war alles andere als ein bisschen Fritz-Walter-Wetter: Die Spieler wurden nicht nur einmal reichlich gegossen. Erst zu den Finalspielen klangen die Regenfälle ab, sodass die dazugestoßenen Fans ihre Teams anfeuern konnten, ohne mit Wasser von oben zu kämpfen zu haben. Eine weitere Veränderung war die Tatsache, dass die Fußballbegeisterten in diesem Jahr in altersgemischten Teams antraten, was eine ganz neue Dynamik und Spannung erzeugte, aber auch viel Absprache und Abstimmung auf dem Platz benötigte. Da diesmal keine Klassenteams vertreten waren, durfte sich jedes Team einen eigenen Namen geben. Hätte Jogi sich nur mal rechtzeitig an die RSROK gewandt: Hier gewann tatsächlich das Team „Germany“ das Turnier! Insgesamt erlebten die Zuschauer einige packende Partien und bejubelten bei den Siegerehrungen – auch dies eine Neuerung – nicht nur das Siegerteam. So wurden mit Felix Barth aus der 9a der beste Torwart geehrt und mit Cinah Krämer, 9b, die beste Spielerin. Torschützenkönig wurde Moritz Jans aus der 8b und Tyreese Bößendörfer (6a) bester Jungprofi. Mitorganisator und Ideengeber Jawid Mohammadi aus der 10a wurde als bester Spieler gefeiert. Für Spieler und Zuschauer brachte das Fußballturnier nach vielen Wochen schmerzhaften Verzichts, nicht nur aber auch auf das geliebte Fußballspiel, einige Stunden Spaß und Abwechslung. Dem tat auch das wenig freundliche Wetter keinen Abbruch. Im Gegensatz zu derzeit zu erlebenden Veranstaltungen im Wembley-Stadion wurden in Rockenhausen die Abstandsregeln vorbildlich gewahrt, gleichzeitig eroberte sich die Schulgemeinschaft der RSROK mit Begeisterung und großer Hingabe ein Stück Normalität zurück.
Frischer Wind im Schulhausflur Wechsel im Hausmeister-Büro der Realschule plus Rockenhausen Ende Mai wechselte Bernd Koch, langjähriger Hausmeister der Realschule plus Rockenhausen, in den Ruhestand. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde sprachen ihm Schulgemeinschaft und Kreisverwaltung ihren Dank für geleistete Dienste aus. Seit Juni wirkt mit Reinhold Schmidt nun ein neuer „guter Geist“ im Haus – und das mit viel Nachdruck und Schwung. Ob Entrümpelungsaktion im Heizungskeller oder Renovierung des in die Jahre gekommenen Hausmeister-Büros – der „Neue“ hat bereits in den wenigen Wochen seiner Zugehörigkeit zur Realschule plus Rockenhausen an vielen Ecken und Enden fachkundig zugepackt und neue Projekte angestoßen bzw. dringend nötige Reparaturen organisiert. Als gelerntem Elektriker gehen ihm das Verlegen von Lichtschaltern oder das Setzen von Kabelkanälen leicht von der Hand. Doch seine Liebe gehört dem Holz: „Mit Holz zu arbeiten ist meine Leidenschaft“, erzählt der gebürtige Vorderpfälzer. Aus Herxheim stammend („e bissel hört ma’s scho noch“) hat sich Reinhold Schmidt vor mehreren Jahren im Bereich Innenausbau selbstständig gemacht. Mittlerweile ist er in Gundersweiler ansässig, wo er einen Bauernhof gekauft und nach und nach renoviert hat. Nun lebt er hier „mit Max, meinem Berner Sennenhund, und einer Katze“ und freut sich auf die Herausforderungen, die ihm das Schulleben bescheren. „Ich pass hierher, ich hab keine Angst vor nix“, meint er überzeugt und den Satz nimmt man ihm mit seiner offenen, direkten Art sofort ab. Womit Schüler ihn so richtig aufregen können? „Als einer die Tage hier die Tische über den Boden gezerrt hat, anstatt sie hochzuheben, da hab’ ich ihm mal ein paar Takte gesagt“, wird Schmidt deutlich, „aber eigentlich schockt mich nix.“ Die Schulgemeinschaft der Realschule plus Rockenhausen begrüßt ihren neuen „guten Geist“ Reinhold Schmidt sehr herzlich und wünscht für alle anstehenden Projekte Erfindungsreichtum, eine ruhige Hand und gutes Gelingen.
Beyond the scenes: Auf ins Popel-Abenteuer! Schülerselbsttests an der RSROK – ein Erfahrungsbericht Ich habe es getan! Und das nicht alleine, nein gleich mit acht anderen. Was in Lehrerkreisen derzeit für große Aufregung sorgt, habe ich nun zum ersten Mal erlebt: die Durchführung des Corona-Selbsttests, den Schülerinnen und Schüler seit dieser Woche zum Start ihres Schultages absolvieren sollen. Die vorbereitende Dienstbesprechung bringt für mich eine Menge Nervosität und offene Fragen mit sich. Bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war mir, dass die Kinder sich zugunsten eines möglichst sicheren Testergebnisses vor Durchführung der Tests die Nase schnäuzen sollen – am besten mehrfach, natürlich ohne Maske, am offenen Fenster, aber mit mir im Klassenraum. Mir schwirren Diagramme durch den Kopf, die veranschaulichen, wie viel Aerosol bei welchen Tätigkeiten ausgestoßen wird. Husten und Nase schnäuzen habe ich da ziemlich weit oben abgespeichert. Die Information löst also keine positive Grundstimmung in mir aus. Dazu kommen organisatorische Tücken. Schnäuzen, Hände waschen, Test-Kit auspacken, Müll hierhin, Streifen dahin, Teststäbchen auspacken – nicht das falsche Ende anfassen! -, Abstrich nehmen, Teststäbchen festhalten, gleichzeitig das Fläschchen mit der Pufferlösung öffnen (motorisch hoch anspruchsvoll), den Tupfer in der Pufferlösung ausdrücken, Teststäbchen entsorgen, Lösung auf die richtige Stelle des Teststreifens aufbringen (nicht zu viel, nicht zu wenig drücken) – und warten, bis hoffentlich die richtige Anzahl Streifen (einer!) angezeigt wird. Meine Premiere in Sachen Selbsttest vollziehe ich im Vorhinein im stillen Kämmerlein. Und stelle fest: Stimmt, es gibt einiges zu beachten – aber ehrlich gesagt ist die Durchführung mit ein bisschen Konzentration auch kein Hexenwerk. Meine Hoffnung steigt, dass ich meine Schüler bei ihrem ersten Selbsttest im Klassenraum gut begleiten kann. Montagmorgen, erste Stunde in meiner sechsten Klasse: Alle Testkandidaten sind angetreten, in der Klasse – aktuell aufgrund des Wechselunterrichts nur in halber Stärke anwesend – herrscht eine Mischung aus aufgeregter Nervosität und angespanntem Gekicher. Bevor es ans Abstreichen geht, möchte ich zunächst von den Kindern erfahren, welche Erfahrungen mit Corona-(Selbst-)Tests sie bereits gesammelt haben – und merke schnell, dass es meinen Schülern ähnlich geht wie mir selbst: Nur wenige haben Vorerfahrungen mit einem Test an einer offiziellen Prüfstelle und noch weniger mit Selbsttests zu Hause gesammelt. Also zeige ich erstmal die Testutensilien, erkläre Ablauf und Gebrauch und thematisiere auch die Frage: Was ist, wenn einer der Tests tatsächlich anschlägt? Wie gehen wir als Klassengemeinschaft damit um – und was darf auf keinen Fall passieren? Welche weiteren Schritte sind bei einem positiven Testergebnis nötig? Nach rund 20 Minuten sind die wichtigsten Fragen besprochen und ich habe das Gefühl, wir sind genügend gut gerüstet. Also auf ins Popel-Abenteuer! Die Organisation der verschiedenen Utensilien auf dem Tisch gelingt mal besser, mal schlechter. Kopf in den Nacken legen und 15 Sekunden Stäbchen in der Nase hin- und herbewegen. Die Gesichter verzerren sich, aber keiner lässt sich hängen. Geschafft, der schlimmste Teil liegt hinter uns. Das Öffnen der Pufferlösung mit dem zwischen die Finger geklemmten Stäbchen gerät zum Drahtseilakt. „Dafür muss es doch eine praktikablere Lösung geben!“, schießt es mir durch den Kopf. Aber auch dieses Hindernis überwinden alle Kandidaten. Teststreifen werden beträufelt und sämtliche bisher genutzten Utensilien verschwinden im Müllbeutel, der zügig gefüllt ist. So viel Material, und das jeden Tag wieder. Doch Gedanken an Nachhaltigkeit sind hier definitiv fehl am Platz. Geschafft! Meine Schülerinnen und Schüler lehnen sich entspannt zurück und auch ich atme auf. Kein Teststreifen hat angeschlagen, die Premiere war ein voller Erfolg – der Schultag kann kommen. Life-Hack: Pufferlösung-Halterung Nach meiner Klassen-Testpremiere unterhalte ich mich mit Kollegen über die Schwierigkeit, das Teststäbchen sinnvoll zu parken, während die Pufferlösung geöffnet werden muss. Dieser Vorgang erfordert eigentlich zwei freie Hände. In Test-Kits, wie sie im Supermarkt oder der Apotheke erhältlich sind, werden häufig kleine Halterungen mitgeliefert. Diese fehlen in den Schulsets jedoch. Ein unkonventioneller Lösungsvorschlag aus dem Kollegenkreis: Wäscheklammern! Diese ans Ende des Lösungsröhrchen geklammert sorgen für einen sicheren Stand auf dem Tisch. So kann das Röhrchen in Ruhe geöffnet und sicher abgestellt warten, bis der Abstrich durchgeführt ist und das Teststäbchen in der Lösung ausgedrückt wird. Anschließend auf einem Küchentuch versammelt können die genutzten Klammern mit Desinfektionsspray eingenebelt und bei der nächsten „Runde“ wieder eingesetzt werden.
Ein Rockenhausener Urgestein feiert Jubiläum Lehrerin Anette Moosmann seit 25 Jahren an der RSRok „Wir feiern heute ein Urgestein der Realschule plus Rockenhausen“, formuliert es Harald Scheve bei der Übergabe der Ehrenurkunde. „Eigentlich ist unsere Schule ohne Sie gar nicht denkbar.“ Seit 25 Jahren wirkt Anette Moosmann, Lehrerin für Deutsch und Französisch, an der RSRok. Eine andere Schule? Kam für sie nie in Frage! „Ich bin einfach ziemlich standorttreu“, meint sie dazu lächelnd. Nach dem Referendariat in Kusel hat sie sich an der RSRok auf eine Stelle beworben. „Ich wurde genommen und habe mich hier einfach immer unheimlich wohl gefühlt. Die Schule ist nicht so groß, ich konnte immer schon gut mit den Kollegen hier.“ Regelmäßig hat die begeisterte Cellistin in der Vergangenheit Feierlichkeiten der Schule musikalisch umrahmt, egal ob Verabschiedungen, Jubiläen oder Weihnachtsfeiern. In den vergangenen Jahren hat sie sich neben ihren Fächern im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ weiter qualifiziert und kämpft dort mit viel Herzblut für „ihre“ Kinder. In kleinen Schritten bringt die Mutter eines Sohnes Schülern aus Syrien, Afghanistan, Pakistan Rumänien und Italien mit großem Ideenreichtum und Einsatz die deutsche Sprache näher und bereitet sie auf eine Teilnahme am regulären Fachunterricht vor. Bilderbücher, Legespiele, Domino, Puzzle, Arbeitsblätter, Apps und viele, viele Bilder – Anette Moosmann kann für ihre Arbeit nahezu alles brauchen. Und so ist sie die einzige Lehrkraft der Schule, die über einen eigenen Saal verfügt, um all das gesammelte Material angemessen unterzubringen. „Das ist wirklich super!“, freut sie sich. Und auch die Schülerinnen und Schüler freuen sich, wenn sie in Frau Moosmanns Saal dürfen – „das ist der schönste, in der ganzen Schule!“ lautet die einhellige Meinung. Gibt es Wünsche für die Zukunft? Da fällt Anette Moosmann spontan ein: „An der Realschule plus Rockenhausen bleiben dürfen bis zur Rente!“ Dazu alles Gute!
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