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Entdecker-Führung statt Solo-Erkundung Tag der offenen Tür an der Realschule plus Rockenhausen „Guten Morgen! Darf ich Ihr Impfzertifikat sehen?“ FSJler Philipp Renner begrüßt die Besucher der Realschule plus Rockenhausen freundlich. Er sitzt hinter einer Schutzwand aus Plexiglas und lässt sich beim Betreten des Schulhauses die Immunisierungsbestätigungen zeigen. Wer damit nicht dienen kann, hat nebenan Gelegenheit einen Schnelltest zu absolvieren. Nachdem diese Hürde genommen ist, freuen sich Harald Scheve, Thomas Halfmann und Alexander Horbach ihre erste Besuchergruppe in Empfang nehmen zu können. Gemeinsam mit Vertretern des Schülersprecherteams führen Mitglieder von Schulleitung und Kollegium an diesem Tag der offenen Tür interessierten Besucher durchs Haus. „Wir haben lange darüber nachgedacht, ob und in welcher Form sich unsere Schule am Tag der offenen Tür live präsentieren kann“, erzählt Schulleiter Scheve. „Letztlich haben wir uns dafür entschieden, interessierten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern per Führung einen Einblick in das Schulleben an der RSRok zu ermöglichen – und sind nun mit unserer Entscheidung sehr zufrieden. Das Konzept hat das persönliche Gespräch zwischen Gästen und Kollegium intensiviert, wir hatten viel mehr Kontakt als in den vergangenen Jahren. Wer weiß, vielleicht bleiben wir auch ohne Corona bei dieser Form?“ An insgesamt neun Stationen, im Einbahn-System im Schulhaus verteilt, können vor allem die kleinen Gäste aktiv werden. Im Musiksaal werden eifrig die Djemben bearbeitet, bei den „Mathe-Checkern“ kann man das Stellenwertsystem per Holzmodell erleben. Im Physiksaal riecht es verbrannt. Ob das von der fliegenden Teebeutel-Rakete, dem heißen Draht beim Styropor-Zerschneiden oder vielleicht doch von dem scheinbar im Vakuum „geschmolzenen“ Schaumkuss stammt, bleibt für Nicht-Eingeweihte ein Rätsel. Chemie und Deutsch, Englisch und Französisch, der Wahlpflichtfachbereich, die 3-D-Druck-AG und das Angebot der Schulsozialarbeit – alle sind am Start, um den Eltern auf Suche nach einer passenden schulischen „Heimat“ für ihr Kind einen möglichst breiten Eindruck zu vermitteln. Wer sich über Konzepte und Fördermöglichkeiten näher informieren möchte, wird im Info-Büro der Schulleitung gut beraten. Doch viele Fragen bleiben nach dem ausführlichen Entdecker-Spaziergang nicht mehr offen. Außer vielleicht dem für viele Grundschüler eher kryptischen Lösungswort der Schulhausrallye: „RSROKplus“. Aber das klärt sich dann spätestens beim Anmeldegespräch.
Zwischen Glitzer-Schleim und Monster-Schaumküssen Erfolgreicher Schnuppertag für Grundschüler an der RSRok Es wuselt. Im Chemie-und Physik-Saal, im Musik-Saal und der Küche, auf dem Schulhof und in der Pausenhalle – überall sind sie unterwegs: Grundschülerinnen und Grundschüler erobern an einem Morgen im November, mittlerweile fast schon traditionell, die Realschule plus Rockenhausen. Wie ist das so an einer weiterführenden Schule? Wie sieht es da aus, welche Fächer erwarten mich und gibt es da nette Leute? All dies sind Fragen im Leben eines Viertklässlers, auf die der Grundschul-Schnuppertag Antworten aus erster Hand bietet. In diesem Jahr fand der Tag mit einer Rekordbeteiligung von 44 Gästen statt, sodass die begleitenden Zehntklässler alle Hände voll zu tun hatten, „ihre“ Kinder im Auge zu behalten bei ihrer Entdeckertour durchs Schulhaus. „Wo gehen wir als nächstes hin?“, fragen zwei Schulfreundinnen aus Imsweiler. Lena studiert den Übersichtsplan. „Im Musik-Saal geht es weiter.“ Langeweile kommt nicht auf an diesem Vormittag. Nachdem der Trupp unter Anleitung von Christine Kaufhold mit Nachdruck mehr oder weniger rhythmisch die Djemben bearbeitet hat, zieht er weiter in die Küche, wo Hauswirtschafts-Lehrerin Nina Rößel und ihre Mannschaft warten, um gemeinsam einen gesunden Pausensnack herzustellen. Stärkung ist bitter nötig, warten doch im ersten Stock bereits ein Englisch-Quiz, die Flubber-Station („Iiih, das schleimt – aber der Glitzer ist toll!“) und ein echtes Highlight: Physiklehrer Daniel Daum demonstriert zwischen allerlei anderen Stationen zum Ausprobieren und Staunen sehr eindrucksvoll die Antwort auf die Frage: Was macht ein Schaumkuss im Vakuum? „Er wächst! Immer noch!“ Sascha ist fasziniert. Fast noch besser als der staunenswerte physikalische Effekt ist die Tatsache, dass man das Beweismittel anschließend mit Genuss verzehren kann. So soll Physik-Unterricht sein! Kurz bevor der Schnupperkurs seinem Ende zugeht, machen die Gäste Station bei Rabea, Nele, Ari und Sven an der Ausgabe der Bewegten Pause. Eine Runde mit dem Roller flitzen, das Pedalo testen oder eine kleine Partie Frisbee, schon rufen die „Großen“ ihre Mannschaften zusammen, denn es ist Zeit für die Verabschiedung durch Organisator Alexander Horbach: „Schön, dass ihr da wart. Wir freuen uns, euch am Tag der offenen Tür wiederzusehen – oder im kommenden Schuljahr, als neue Mitglieder der Realschule plus Rockenhausen!“
„Mama macht den ganzen Tag Blabla“ Jaqueline Rauschkolb zu Gast an der RSRok Ein Gespräch mit einem echten Politiker? Das war im schulischen Kontext viele Monate lang nicht möglich. Die Zehntklässler der Realschule plus Rockenhausen hatten nun kürzlich die Möglichkeit, einen intensiven persönlichen Austausch mit Jaqueline Rauschkolb, Landtagsabgeordnete der SPD, zu führen. Zunächst brennt den Schülern unter den Nägeln: Wie werden die nächsten Corona-Maßnahmen aussehen und welche Auswirkungen haben diese auf den schulischen Alltag? „Ich hoffe, dass man keine Schulen mehr schließen muss. Problematisch ist es natürlich mit Menschen, die sich nicht impfen lassen. Bodo Plasner von der Uni Mainz berät die Landtagsfraktion in Sachen Corona. Aber ehrlicherweise müssen wir sagen: Wir schauen da in eine Kristallkugel, Genaues weiß man nicht“, erläutert Rauschkolb. Während in der Klasse bereits Dreiviertel der Schüler geimpft sind, sieht dies im Landtag teils ganz anders aus. „Der Vorsitzende der AFD-Fraktion hat viele Maßnahmen im Hinblick auf Corona kritisiert. Allerdings ist er nicht geimpft. Das kann ich nicht verstehen, wenn jemand Erwachsenes sich so verhält. Ich finde es eine unsichere Situation. Man muss für die Jugendlichen mitdenken, damit man da nicht so viel verliert.“ Jaqueline Rauschkolb berichtet, dass sie mit ihrer Jugendfreundin tränenreiche Gespräche über die Frage „Impfen ja oder nein?“ geführt hat. „Dass man sich an so einer Sache so entzweien kann, war für mich sehr erschreckend. Im Sommer, als ich mich habe impfen lassen, habe ich mir da gar nicht so viele Gedanken gemacht.“ Sie hat kein Verständnis für die um Joshua Kimmich entstandene Diskussion. Rauschkolb wird deutlich: „Wenn das Impfen mir ermöglicht, meiner Arbeit nachzugehen, kann ich nicht gegen die Impfung sein. Jede Familie, der ein Stück fehlt durch Corona, könnte man vermeiden.“ In der Runde kommen aber auch ganz andere Fragen zur Sprache. Beispielsweise interessiert die Schüler, wie die Landtagsabgeordnete zum Wahlalter 16 steht. „Finde ich total gut, aber nur in Kombination mit Sozialkunde in Schulen. Ihr müsst informiert werden, damit ihr eine verantwortliche Entscheidung treffen könnt.“ Um einen solchen Beschluss zu fassen, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag ist nötig, „aber die CDU will das nicht.“ Was tut man eigentlich als Politiker? Diese Frage beantwortet Jaqueline Rauschkolb mit einem Zitat ihres Sohnes: „Die Mama macht den ganzen Tag ganz viel Blabla!“ Sitzungen im Landtag, in Ausschüssen, in der Fraktion wechseln mit dem Lesen von Nachrichten zahlreicher Organisationen und Bürger und dem Reisen durch den Wahlkreis. „Man sollte offen sein und Motivation haben, etwas ändern zu wollen. Die Tätigkeit muss einem Spaß machen, weil man auch am Wochenende viel mit dem Beruf zu tun hat.“ Und man muss damit leben können, dass einem von allen Seiten gute Vorschläge gemacht werden, wenn man dringend ein neues Auto braucht. Welchen Antrieb die Neuanschaffung von Jaqueline Rauschkolb demnächst wohl haben wird, war im Gespräch nicht zu erfahren. Ideen dazu hatten die Schüler allerdings reichlich, wie auch zur sonstigen Energie-Versorgung der Zukunft. Dass der Weg zur Landtagsabgeordneten trotz ihres frühen Parteieintrittes nicht vorgezeichnet war, davon berichtet Rauschkolb sehr unprätentiös: Als Studienabbrecherin im Bereich Lehramt hat die Mutter zweier Kinder eine Ausbildung im Hotelfachgewerbe absolviert und als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Nach einigen Monaten Arbeit im Beruf wurde klar, dass es mit Aufstiegsmöglichkeiten nicht so weit her ist. Zweiter Anlauf zum Studium, diesmal Sozialwissenschaften, was letztlich in die politische Karriere führte. „Lebenswege sind nicht immer gerade. Aber das ist nichts, was einen erschrecken muss“, gab Rauschkolb den Jugendlichen nach gut 90minütigem Austausch mit.
„Die Besten zu fördern und auszuzeichnen“ Leonie-Kopp-Preisverleihung im Doppelpack Nach Corona-bedingter Pause traf sich die Schulgemeinschaft der Realschule plus Rockenhausen in diesem November wieder, um die besten Schülerinnen und Schüler der vergangenen zwei Jahre „in ihrem Streben zu fördern und mit einem Lohn für ihr Wohlverhalten auszuzeichnen“. So hat es Stifterin Leonie Kopp verfügt – und sich zu diesem festlichen Anlass höchstselbst in die Donnersberghalle begeben, „Ich dachte, ich komme mal vorbei und schaue, was ihr aus meiner Stiftung gemacht habt“, erklärte die Apothekerswitwe alias Maren Hoffmann, die mit Handtasche, Hut und Tigermantel die fescheste Leonie Kopp aller Zeiten abgab. Gemeinsam mit Bühnenpartnerin Marina Nicolaev aus der 10a erklärte sie den Anwesenden die Hintergründe zu dem einzigartigen Feiertag, der zu den Traditionen der RSROK gehört. Schulleiter Harald Scheve erlebte die Feier in diesem Jahr zum ersten Mal und zeigte sich überzeugt von den Ideen der Leonie Kopp, die durch das Lesen Lernenden fremde Welten erschließen wollte. Dem festlichen Anlass angemessen begeisterte das Rahmenprogramm mit ganz unterschiedlichen Beiträgen. Die 5b begrüßte Schulgemeinschaft, Eltern und Ehrengäste mit fetzigen Trommelrhythmen. Finja Windecker und Jana Landsiedel aus der 6b überzeugten bei ihrem Vortrag von „Leiser“ mit Selbstbewusstsein und Klangsicherheit. Zauberhaft sang Leen Abdulhadi aus der 9b schließlich von verlorenen Träumen und sehnsuchtsvollen Erinnerungen mit ihrer Interpretation von „Once upon a december“, in der sie auf Deutsch, Englisch und Arabisch eigene Erfahrungen als Palästinenserin auf der Flucht verarbeitete. Begeisterter Applaus und eine Würdigung ihrer besonderen Leistungen nicht nur als Leonie-Kopp-Preisträgerin in Ethik, Erdkunde und Geschichte waren ihr sicher. 35 Schülerinnen und Schüler wurden für die besten Leistungen in den vergangenen zwei Jahren geehrt, darunter 14 Mehrfach-Preisträger. Die Namenslisten für 2020 und 2021 sind hier nachzulesen. Als Beste der Besten wurden für jeweils fünf beste Einsen ihres Jahrgangs geehrt: Jessica Wells (MN/GuS, Biologie, Musik und Physik), Mariella Schläfer (BK, HuS, Religion, Chemie und Mathematik), Maren Hoffmann (TuN, Biologie, Erdkunde, Physik und BK) sowie Marina Nicolaev (Erdkunde, Biologie, Geschichte, Physik und BK).
Tag der offenen Tür 2021 – am 20.11.2021 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr Liebe Eltern wir möchten Ihnen und Ihrem Kind die Möglichkeit bieten, die Realschule plus Rockenhausen und deren vielfältiges Angebot kennen zu lernen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Pandemiegeschehens können wir leider den Tag der offenen Tür nicht wie in den Jahren zuvor durchführen. Dennoch öffnen wir am 20.11.2021 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr unsere Türen. Sie werden gemeinsam mit Ihren Kindern im 15-Minuten-Rhythmus durch Lehrkräfte und Schulleitung durch unsere Schule geführt und können neben vielen Mitmach-Angeboten aus den naturwissenschaftlichen Fächern auch Ausstellungen und Präsentationen der Hauptfächer, Nebenfächer und AGs – vom Arbeiten mit iPads, Förderangeboten in den Hauptfächern bis 3D-Druck – kennenlernen. Wichtig ist der Kontakt mit Eltern, deren Kinder bereits auf unserer Schule sind. Hierfür bietet sich unserer „SEB-Café“ an, das am Ende des Rundganges noch die Möglichkeit bietet ins Gespräch zu kommen. Im direkten Gespräch können Sie hier Erfahrungen austauschen. Selbstverständlich stehen Ihnen auch die Schulleitung und das Kollegium der Realschule plus Rockenhausen für alle Ihre Fragen zur Verfügung. Eine individuelle Beratung kann in Raum 212, unserem „Infobüro“, erfolgen. Corona Maßnahmen: Eine Registrierung erfolgt über die Luca-App oder durch eintragen in eine Liste am Eingang. Die Veranstaltung wird unter 3G (Geimpft, Genesen oder Getestet) durchgeführt und im Gebäude gilt Maskenpflicht. Es besteht die Möglichkeit einen Schnelltest durchzuführen (ca. 20 Minuten). Bitte nutzen Sie den Eingang über den Schulhof.
Von mächtigen Geweihen und bellenden Rehen Waldtag der Realschule plus Rockenhausen Ein Wald voller Kinder, gute Laune und (weitgehend) Sonnenschein: Die diesjährige Neuauflage des Waldtages der Realschule plus Rockenhausen war ein erneuter Erfolg. Das Team um Englisch- und Nawi-Lehrer Alexander Horbach hatte auch in diesem Jahr interessierte Grundschüler zu einem informativen Ausflug in Wald und Flur eingeladen. Die Grundschule Waldgrehweiler sowie die Anne-Frank-Grundschule Rockenhausen folgten dieser Einladung mit weit über 50 Teilnehmern gerne. So hieß es auch diesmal wieder an zwei Tagen: Auf in den Wald! Ein erlebnisreicher Tag erwartete die Grundschüler, als sie morgens von dem fünfköpfigen Leitungsteam in Empfang genommen wurden. An den einzelnen Stationen unterstützten Schüler der Klasse 8b die Viertklässler bei den vielfältigen Aufgaben, die es in kleinen Gruppen zu bewältigen galt. Ob Vogelstimmen oder Futterquellen dem richtigen Tier zuzuordnen waren, das Alter von Bäumen anhand der Jahresringe zu bestimmen, reißende Flussschnellen per Teppichfliesen zu überqueren oder aber beim Blinden-Spaziergang den „eigenen“ Baum auch mit offenen Augen wieder zu entdecken – die Kinder hatten viel Spaß mit den ihnen gestellten Aufgaben. Doch so manches Problem stürzte den ein oder anderen auch in Grübeleien: „Das Hirschgeweih ist ganz schön schwer. Das würde ich nicht den ganzen Tag auf meinem Kopf herumtragen wollen“, war da zu hören. Oder auch: „Die Tierstimmen fand ich cool. Ich wusste nicht, dass ein Reh fast so wie ein Hund bellt!“ Was ist ein Waldtag, ohne eine zünftige Grillerei am Ende? Auf jeden Fall nicht komplett. So endete der Tag auch in diesem Jahr am Grillfeuer in der Degenbachhütte, wo die kleinen und großen Waldbesucher sich bei Würstchen und Brot stärkten, bevor die Heimreise anstand. „Der Waldtag hat mittlerweile eine echte Tradition bei uns an der Schule entwickelt. Bereits zum vierten Mal konnten wir die Kinder dieses Jahr in den Wald einladen und ihnen Flora und Fauna näher bringen. Nach den vielen Monaten sehr intensiver PC- und Handy-Nutzung hat es sichtlich gut getan, sich einmal wieder mit tatsächlich an-fassbaren Dingen und echten Menschen an der frischen Luft zu bewegen“, zeigen sich die Organisatoren Frauke Sensen-Dennerle und Alexander Horbach begeistert. „Gerade auch für die betreuenden Schüler der höheren Klassen ist der Waldtag immer wieder eine tolle Gelegenheit, sich im Umgang mit den Jüngeren zu beweisen und weiterzuentwickeln“, haben die beiden auch den Nutzen für die „eigenen“ Schüler im Blick. Im kommenden Jahr steht bereits ein kleines Jubiläum an, auf das man bereits gespannt sein darf. „Wir überdenken die Stationen und ihre Ausgestaltung eigentlich jedes Jahr, entwickeln dafür Materialien und erproben neue Abläufe“, berichtet Frauke Sensen-Dennerle. Nur eins ist klar: Am Ende wird gegrillt!
25 Jahre RSROK: Frau „Sen“ feiert Jubiläum Ihr Kürzel wird dem Namen kaum gerecht: Frauke Sensen-Dennerle, auf den Stundenplänen der Realschule plus Rockenhausen unter dem Kürzel „Sen“ zu finden, feiert in diesen Tagen ihr 25jähriges Dienstjubiläum. „Seit dem 1.2.1998 bin ich hier an der Schule“, erzählt Sensen-Dennerle. Das Datum kommt wie aus der Pistole geschossen. Und die Schüler staunen: Sooo lange ist ihre Deutschlehrerin schon an „ihrer“ RSRok? Den Gedanken zu wechseln gab es in den Vergangenheit kaum, viel zu viel Freude bereitet ihr der Umgang mit den Kindern, die Abwechslung, die jeder neue Schultag bereit hält, und die Möglichkeit, eigene Ideen in die Tat umzusetzen. Eine solche Idee war vor einigen Jahren beispielsweise der Waldtag, den sie gemeinsam mit einem Kollegen seitdem Jahr für Jahr für Viertklässler der benachbarten Grundschulen anbietet – ein voller Erfolg, der regelmäßig begeisterte Kinder und zufriedene Kollegen zurücklässt. Klar, dass eine solche Aktion nur mit penibler Vorbereitung und einer Menge Engagement möglich ist. Doch das ist für Frau „Sen“ fast selbstverständlich. Mit dem gleichen Einsatzwillen sorgt sie für die Bepflanzung der schuleigenen Hochbeete oder gestaltet mit einer Schülergruppe ein großformatiges Acrylbild, das seit einigen Jahren das Schulhaus ziert. Als eine der ersten im Kollegium findet die Lehrerin für Deutsch und Biologie Tag für Tag frühmorgens ihren Weg vom heimatlichen Dannenfels ins Lehrerzimmer der Realschule plus Rockenhausen, um den Tag bei einem Schluck Kaffee geruhsam zu starten. Denn: Die nächste Herausforderung wartet im Schulsaal um die Ecke!
Der „Flotte Euter“ ist zurück! Schülerladen der Realschule plus Rockenhausen wieder eröffnet Käsebrötchen und Nussplunder, Brezeln und Milchdrink – endlich können sich Schüler und Lehrer der RSRok im schuleigenen Kiosk wieder mit dem Überlebensnotwendigen für einen langen, kräftezehrenden Schultag ausstatten. Nach langer Corona-bedingter Auszeit und einem erneuten Umzug öffnet der von Schülern der Klassenstufe 9 geleitete Laden wieder seine Türen. Sehnlich wurde das Angebot von vielen erwartet. Betreut wird das Projekt „Flotter Euter“ von Daniel Daum und Antonio Schätz. Die beiden Lehrer im Wahlpflichtfach Wirtschaft und Verwaltung wissen um die besonderen Herausforderungen, die ein schuleigener Laden mit sich bringt. „Es braucht einen langen Atem, um ein solches Projekt dauerhaft am Leben zu halten“, meint Daniel Daum, der sich dieser Herausforderung nun seit sieben Jahren stellt. „Als problematisch erleben wir derzeit die sehr kleinen Schülergruppen im Wahlpflichtfachbereich, die eine enorme Arbeitsbelastung für jedes einzelne Team-Mitglied bedeuten“, erzählt Antonio Schätz. Waren es früher einmal bis zu 20 Schülerinnen und Schüler, auf die sich die vielfältigen Aufgaben verteilten, besteht das aktuelle WuV-Team aus sieben Schülerinnen und Schülern. Vier davon formieren sich zum aktuellen Leitungsteam, das die Wochenpläne festlegt, Kühlschränke füllt, sich um Bestellungen und Abrechnungen kümmert. Parallel stehen immer vier Schülerladen-Mitglieder jeweils eine Woche lang in beiden Pausen im „Flotten Euter“ hinter der Theke und versorgen die hungrige Kundschaft mit Essbarem. Nebenbei wird auch das Lehrerzimmer täglich mit einem Korb frischer Backwaren versorgt, die per Selbstbedienung verkauft werden. Nach der Corona-bedingten Schließung ist der Laden aktuell in einen frisch renovierten Klassenraum umgezogen, aus dessen Fenster heraus nun direkt auf den Schulhof verkauft wird. „Es ist einfach eine Spitzen-Möglichkeit für unsere Schüler, am eigenen Leib Erfahrungen im Verkauf zu sammeln. Kosten-Nutzen-Abschätzungen, Rechnungswesen, Erfassen von Verkaufszahlen und die passgenaue Planung von Bestellungen, der Umgang mit der nicht immer einfachen Kundschaft und natürlich das Abwägen von Erfolgschancen und Risiken möglicher neuer Verkaufsartikel – all das sind Aspekte, die unsere Schülerinnen und Schüler mit dem Projekt ‚Flotter Euter‘ hautnah erleben“, berichtet Daniel Daum. „Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Schüler hier ihre Liebe für den Beruf entdecken – oder zumindest die Nöte und Probleme der Kaufleute deutlich besser nachvollziehen können.“ Als Teil des schulischen Lebens hat der Flotte Euter für die Schulgemeinschaft der RSRok eine hohe Bedeutung. Nicht zuletzt können mit den Gewinnen, die der Schülerladen erwirtschaftet zahlreiche Projekte (mit-)finanziert werden wie z.B. die Bewirtung beim Grundschulschnuppertag, Unterstützung des schuleigenen Hausaufgabenheftes als Anzeigenpartner oder die Finanzierung des jährlich stattfindende Ruanda-Tages.
„En francais, s’il vous plait!“ Fremdsprachenassistent unterstützt Französisch-Unterricht Mit Beginn dieses Schuljahres gibt es an der Realschule plus Rockenhausen ein neues Gesicht: Noé Plaine unterstützt die Französisch-Klassen als Fremdsprachenassistent. Der junge Mann stammt aus Rennes und lebt aktuell mit drei anderen in einer Wohngemeinschaft mitten in Kaiserslautern. „Manchmal ist es ein bisschen laut. Aber ich habe es nicht weit bis zum Bahnhof, das ist sehr praktisch“, freut er sich über sein gelungenes Ankommen im pfälzischen Stadtleben. Im Gegensatz zum Unterricht in Frankreich – „dort wird mehr an die Tafel geschrieben, es ist insgesamt strenger“ – erlebt Noé Plaine das schulische Leben in Rockenhausen als recht entspannt. „Die Schüler und Lehrer sind sehr nett.“ Der 23jährige arbeitet in drei Französisch-Gruppen mit. Während in den ersten Wochen das Augenmerk hauptsächlich auf dem Kennenlernen von Schülern und Abläufen sowie der Einarbeitung in den aktuellen Lehrstoff lag, stehen nun die ersten eigenen Unterrichtsversuche an: „Ich habe über Spiele oder Aktionen mit den Kindern nachgedacht, angelehnt an das was sie gerade lernen. Es muss noch ein bisschen genauer geplant werden.“ Von seiner pfälzischen Wahlheimat auf Zeit hat Plaine bisher noch nicht viel gesehen. „Ich war im Wildpark, das war sehr schön. Es gibt viel Wald, ist mir aufgefallen.“ Koblenz und Mainz möchte er gerne in den kommenden Wochen besichtigen. Dann wird sicherlich mit der zunehmenden Routine auch das Einkaufen ein bisschen einfacher: „Es gibt verschiedene Dinge zu essen, die für mich hier in den Geschäften schwierig zu finden waren – oder teilweise sehr teuer sind. Und es gibt so viel unterschiedliches Fleisch und Wurst, ganz anders als bei uns.“ Wie ist es eigentlich zu dem Plan gekommen, für ein Jahr im Ausland zu leben und tätig zu sein? Noé Plaine erklärt, dass das Jahr für ihn ein Experiment darstellt. „Ist Unterrichten eine Option für mich? Aktuell gibt es keinen genauen Plan, welchen Beruf ich lernen möchte. Und die Möglichkeit für ein Austauschjahr gibt es nur während des Studiums. Da habe ich zugegriffen. Jetzt versuche ich, mein Deutsch zu verbessern und neue Erfahrungen zu sammeln.“ Wir wünschen unserem neuen Fremdsprachenassistenten eine gute Zeit und bonne chance!
Laufen für die gute Sache Erfolgreicher Spendenlauf der Realschule plus Rockenhausen „Für Realschulen von Realschulen“ war der Gedanke, der die Schulgemeinschaft der RSROK dazu bewegte, den ersten Spendenlauf der Schulgeschichte zu organisieren. Die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal hat neben vielen privaten Verlusten auch zur nahezu vollständigen Zerstörung mehrerer Schulen geführt. Speziell für die Realschulen in diesem Gebiet hat sich eine eigene Unterstützungsaktion gebildet. Für diese hat sich die Realschule plus Rockenhausen mit ihrem Lauf engagiert – und wie! Insgesamt lieferten die Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrer insgesamt über 1000 Stadion-Runden ab, jeder in seinem Tempo. Fast 480 km wurden so an diesem Vormittag zurückgelegt. Auch wenn die Prognosen eher mau waren, hatte der Wettergott ein Einsehen und schickte letztlich nicht nur keinen Regen, sondern angenehmen Sonnenschein. „Im Stadion herrschte ein ganz guter Geist, das war ein echtes Highlight!“, bilanziert Schulleiter Harald Scheve. Auch das Sammelergebnis von 4681€ kann sich sehen lassen, welches durch den Rotary-Club Rockenhausen noch aufgestockt wird. Als beste Läuferinnen und Läufer der einzelnen Klassenstufen wurden geehrt: Klassenstufe 5 und 6: Leander Lippert; Hanna Kratz Klassenstufe 7 und 8 : Ari Cornelius, Mohammad AlMassalmah; Joleena Winter Klassenstufe 9 und 10: Raoul Weber, Jeremy Armbrust; Maren Hoffmann Als beste Klasse wurde die 9b mit einem Extra-Wandertag für ihre starke Laufleistung belohnt.
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