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„Wahnsinn, was hier geht!“: Dass dies nicht nur ein Slogan ist, davon können sich die Besucher des zweiten Beschäftigungsgipfels in Rockenhausen überzeugen. Während es draußen in Strömen regnet, wollen die vielen „Aussteller“ in der Donnersberghalle niemanden im Regen stehen lassen – schon gar nicht Schüler, wenn es um ihre Zukunft geht. Die Ausbildungs- und Kontaktmesse richtet sich in erster Linie an Jugendliche, aber auch an Umsteiger und an Menschen mit Handicap oder Migrationshintergrund. Mehrere hundert Schüler, teilweise mit Eltern, ziehen interessiert durch die Halle. Im Bistroraum bekommen die Zielgruppen wichtige Tipps und Tricks zum Bewerbungsgespräch an die Hand. Anne Krolla, Sozialkundelehrerin am Wilhelm-Erb-Gymnasium in Winnweiler, und Axel Bechberger, Personalchef beim Autositzhersteller Adient in Rockenhausen, erläutern die häufigsten Fragen von Personalern, welche Fehler es zu vermeiden gilt und wie wichtig die Hintergrundrecherche bezüglich des Arbeitsplatzes ist. Interesse an Ausbildungsberufen steigt Für Krolla ist die Berufsorientierung in der Schule sogar wichtiger denn je. Die Erkenntnis, dass ein Bachelor-Abschluss nicht alles ist, habe das Interesse an Ausbildungsberufen etwas steigen lassen. Ein duales Studium sei hier eine gute Option. „Mein Herz schlägt für die Schule und die Pfalz“, bekennt die Lehrerin. „Wir müssen Synergien zwischen Schulen und der hiesigen Wirtschaft schaffen.“ Dem kann Harald Scheve nur zustimmen. Der Schulleiter der Realschule Plus Rockenhausen agiert als Impulsgeber und Mitorganisator der Messe, ist an Betriebe und Landwirte herangetreten. „Wir müssen etwas für die lokale Wirtschaft machen und Fachkräftepersonal hier halten“, betont er. So präsentieren sich an diesem Tag 53 Betriebe aus den Branchen Handwerk, Gesundheit, Industrie, Einzelhandel, Öffentlicher Dienst, Gastronomie sowie Bildung und Beratung. Sie alle wollen den Schülern aufzeigen, welche teils ungeahnte Möglichkeiten sich für sie in den Betrieben auftun. Es gab viele Gespräche mit Schülerinnen und Schülern der Berufsreifeklassen, der Sekundarstufenklassen und der Abiturklassen. Diese Messe wurde nicht nur von den umliegenden Schulen weiterführenden Schulen (Förderschule, IGS, Realschule plus Rockenhausen), sondern auch mit den weiterführenden Schulen von Winnweiler und der Wirtschaftsförderung des Landkreises organisiert und umgesetzt. In einem Arbeitskreis traf man sich zig Mal und entwickelte zusammen dieses Konzept! Nachmittags war die Messe in der Donnersberghalle ehr schwach besucht, so dass die Organisatoren überlegen, ob man nächstes Jahr die Messe schon um 9.00 Uhr starten lassen könnte.
Uns, Ihnen und Leonie Kopp war und ist klar, dass eine gute Ausbildung und gute Bildung nur in guten Schulen umgesetzt werden kann.
Am 14. September 2023 fand nicht nur der bundesweite statt, sondern auch an der Realschule plus Rockenhausen wurde aufgrund des jährlichen Feueralarms eine besondere Gefahrenlage geübt. Ziel dieser Übung war es, die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium auf den Ernstfall vorzubereiten sowie das richtige Verhalten im Falle eines Brandes zu trainieren. Um 9.10 Uhr wurde ein Warnton ausgelöst und eine Ansage informierte über den Feueralarm. Nachdem alle Fenster geschlossen wurden, verließen die Klassen zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern ihre Unterrichtsräume und begaben sich zum Festplatz. Die Evakuierung verlief reibungslos und wurde von allen Beteiligten ernst genommen. Die Schülerinnen und Schüler folgten den Anweisungen ihrer Lehrkräfte und verließen das Gebäude schnell und geordnet entlang der vorgesehenen Rettungswege. Um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten, wurde der Mühlackerweg kurzzeitig gesperrt. Nachdem das Krisenteam das Schulgebäude und die Anwesenheit aller Schülerinnen und Schüler an den jeweiligen Sammelpunkten überprüft hatte, konnte der Schulleiter die Übung beenden und die Klassen kehrten in ihre Säle zurück. Diese Art von Übungen sind von großer Bedeutung, um im Ernstfall angemessen handeln zu können. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten wissen, wie sie im Falle eines Brandes reagieren müssen und welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Die Durchführung einer Feueralarmübung an der Realschule plus Rockenhausen war ein bedeutender Fortschritt zur Steigerung der Sicherheit und zum Schutz aller Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte.
Schulleiter aus dem Donnersbergkreis schwimmt durch den Bodensee – SWR Aktuell
Endlich wieder eine Ausbildungsmesse im Nordpfälzer Bergland! Meines Wissens gab es vor Jahrzehnten eine Ausbildungsmesse in Rockenhausen – sicher bin ich mir aber nicht… Am 24.11.23 gibt es also die Berufsorientierungsmesse endlich wieder. Viele Aussteller und potentielle Anbieter von Ausbildungsplätzen werden an diesem Tag für sehr unterschiedliche Berufe und Ausbildungen werben. Die Situation ist teilweise dramatisch; es gibt kaum Berufe und Ausbildungsberufe, in denen keine Abschlussschüler (mit Berufsreife, Sekundarstufen-1-Abschluss, Fach- oder Abitur) gesucht werden. Eigentlich für unsere Schüler ideal; hier können sie sich – ebenfalls wie die Eltern- über Berufe im Handwerk, in der Verwaltung, in der Technik, in der Landwirtschaft etc. breit informieren. Kompetente Gesprächspartner – teilweise auch Auszubildende selber – stehen zur Verfügung, um in Gesprächen oder Präsentationen ihre Berufe und Ausbildungswege vorzustellen. Der Schulleiter der Realschule plus hat im Frühjahr die Wirtschaftsförderung des Kreises kontaktiert und die Idee für eine Berufsorientierungsmesse im Nordpfälzer Land formuliert. Diese Idee fand sofort eine positive Resonanz, so dass wir seit Monaten gemeinsam eine Berufsorientierungsmesse für den November planen. In etlichen Gesprächen mit den Schulleitungen und Vertretern der IGS, RS+ Rockenhausen, RS+ Winnweiler, der Förderschule Rockenhausen und dem Wilhelm-Erb Gymnasium Winnweiler, der Agentur für Arbeit, Handwerkskammer Pfalz, Industrie und Handelskammer für die Pfalz sowie der Kreisverwaltung Donnersbergkreis wurde ein Konzept für diese Messe entwickelt. Wir hoffen natürlich, dass diese Messe ein Erfolg wird und dass wir als Schulen einen noch engeren Austausch mit der Wirtschaft initiieren können. Gleichzeitig zeigt diese Messe auch, dass die unterschiedlichen Schulen des Kreises bereit sind, enger zu kooperieren, um Schüler*innen in Ausbildung zu bringen! Vielleicht ist diese erste Messe in Rockenhausen erst der Beginn einer neuen Berufsorientierung im Kreis?! Einladung_2. Beschäftigungsgipfel (Brief vom Landrat)
Vier goldene Luftballons schweben über der Bühne: A, K, 2 und 3. Sie stehen für die beiden Abschlussklassen 2023, die am 14. Juli abends in der Turnhalle der Realschule plus Rockenhausen feierlich entlassen wurden. Der weiß-rote Fallschirm, der sich über die linke Hälfte der Bühne spannte, symbolisierte das Motto, für das sich die Schülerinnen und Schüler der Berufsreifeklasse 9a und der Sekundarklasse 10a entschieden hatten: Den Sprung wagen. Schon vor Beginn der eigentlichen Feierlichkeiten wurden Mariella Schläfer, Paulina Jungblut und Paula da Silva Prettz von den beiden SV-Lehrern Herr Seibel und Herr Schätz für ihr Engagement in der Schülervertretung mit einer Urkunde ausgezeichnet. Nachdem sich die Stuhlreihen mit Eltern, Verwandten, Freunden und dem Kollegium gefüllt hatten, liefen die beiden Abschlussklassen über den roten Teppich in die Halle ein. Das Programm eröffnete die katholische Religionsgruppe der Klassenstufe 10, die sich – passend zum Motto der Feier – Gedanken zu den Begriffen Halt, Vertrauen, Entscheidung, Anforderung, Mut und Vorbereitung gemacht hatte und diese in einem szenischen Spiel den Zuschauern präsentierten. Laura Dautermann, Paulina Jungblut, Alisha Fischer und Leonie Weyrauch moderierten die Feier und führten die Anwesenden mit kurzen Einführungstexten gekonnt und sicher durch das Programm. Erster Redner des Abends war der Schulleiter Herr Scheve, der sich ebenfalls Gedanken zum Thema „Den Sprung wagen“ im Hinblick auf Schule und Abschluss gemacht hatte und diese in einer kurzweiligen Rede, dem Publikum näher brachte. Den beiden Schulelternsprecherinnen Frau Roos und Frau Loewe durften im Anschluss die ersten Preise verleihen. Laura Dautermann, Lara Melan, Sarah Jungblut, Ante Turalija, Jeremy Armbrust, Eva Rodrian und Masoudeh Nabizadeh wurden für ihr Engagement im Schülerladen „Flotter Euter“ prämiert. Der Stadtbürgermeister von Rockenhausen, Michael Vettermann, zeichnete danach Masoudeh Nabizadeh für das beste Berufsreifezeugnis aus. In Vertretung für den Verbandsgemeindebürgermeister überreichte Frau Dengel Mariella Schläfer den Preis für den besten Sekundarabschluss. Von Thomas Stumpf, in Vertretung für den Landrat des Donnersbergkreises, wurde Ante Turalija für sein ehrenamtliches Engagement geehrt. Leen Abdulhadi, Sarah Jungblut und Mariella Schläfer erhielten durch Herrn Scheve den Preis der Ministerin für besonders soziales Engagement. Auf die Verleihung der Auszeichnungen und Preise folgte ein stimmgewaltiger Gesangsbeitrag Leen Abdulhadis aus der Klasse 10a. Nach ihr hielt Leonie Woywode aus der Klasse 9a eine bewegende und bewegte Abschlussrede, der ein Gesangsbeitrag der Mädchen der Klasse 9a folgte. Für viele Lacher und reichlich Zwischenapplaus sorgte der anschließende Beitrag von Laura Dautermann, Alisha Fischer, Paulina Jungblut und Leonie Weyrauch, die ein Klassentreffen im Jahr 2043 durchspielten und sich über ihre Lehrerinnen und Lehrer und deren Eigenheiten und Eigenschaften austauschten. Die porträtierten Kolleginnen und Kollegen wurden im Anschluss auf die Bühne gebeten und bekamen von der Klasse 10a persönlich gestaltete und passende Geschenke überreicht. Nachdem das Publikum bei der Tanzvorführung der 10a noch enthusiastisch geklatscht hatte, wurde es plötzlich mucksmäuschenstill in der Turnhalle. Jetzt kam der Moment, auf den alle hingefiebert hatten: die feierliche Überreichung der Abschlusszeugnisse. Den Anfang machte die Klasse 9a, die ihre Zeugnisse von Herrn Scheve und ihrem Klassenleiter Herrn Daum erhielten. Nach einem letzten Klassenfoto durften sich sechzehn Schülerinnen und Schüler über einen Berufsreifeabschluss freuen. Von ihrer Klassenleiterin Frau Sprengard wurden danach die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a aufgerufen, die von ihr und Herrn Scheve ihre Zeugnisse erhielten. Siebzehn Schülerinnen und Schüler erhielten einen qualifizierten Sekundarabschluss I (so der offizielle Name des Realschulabschlusses in Rheinland-Pfalz). Auch für sie war nach einem letzten Klassenfoto ihre Schulzeit offiziell zu Ende. Mit einer weiteren Gesangsdarbietung von Leen Abdulhadi endete die Entlassfeier der Realschule plus, die nach fünf bzw. sechs Jahren jungen Menschen hoffentlich all das Rüstzeug mitgeben konnte, damit sie problemlos den Sprung wagen können.
Schwimmabzeichen
Leen Abdulhadi und Ante Turalija: Zwei Beispiele für gelungene Integration Leider erfährt man oft, dass es vielseitige Schwierigkeiten mit der Integration von Ausländern in unserer Gesellschaft gibt. Dennoch gibt es auch zahlreiche positive Beispiele für eine gelungene Integration in die deutsche Gesellschaft. Gibt es ein Erfolgsrezept, sozusagen eine Formel für gelungene Integration? Ich kenne sehr viele Beispiele für gelungene Integration. Die Basis wird natürlich – wie so oft – im Elternhaus gelegt. Wie stark ist der Wille die fremde deutsche Sprache zu lernen? Ziehe ich in Gebiete, in denen auch Landsleute ziehen und in denen es manchmal Parallelgesellschaften gibt? Hier ist manchmal der Wille nicht besonders stark ausgeprägt, die deutsche Sprache zu lernen, so dass dann auch die Kinder – obwohl sie in Deutschland geboren wurden – erst in der Schule Deutsch lernen müssen. Die Schule spielt bei der Integration zweifellos eine Schlüsselrolle. Die meisten Schulen, zumindest die Realschulen plus, die ich kenne, nehmen sich dieser Aufgabe oft durch großes Engagement einzelner Lehrkräfte an. Es gibt zahlreiche Deutschkurse oder extra eingerichtete Sprachkurse an Schulen, in denen die Lehrkräfte oft durch Spiele aber auch durch interaktive Lernprogramme versuchen, die ersten Grundlagen der deutschen Sprache zu legen. Meist wird dann versucht, dass die Schüler schnellstmöglich, in die Regelklassen integriert werden, denn sonst riskiert man auch, dass diese Sprachkurse zu einer Schule in der Schule werden und so die Integration eher noch verhindert wird. Wichtig ist aber auch, dass die Sprachlehrer, die sich um die Sprachvermittlung kümmern, Unterstützung durch das Kollegium bekommen. Dies ist natürlich äußerst zentral, denn nur ein gemeinsam getragenes Integrations- und Sprachkonzept kann zum Erfolg führen. Manchmal kann das eben auch ein „Willkommens Café“ sein, durch Schüler*innen und Lehrer organisiert. Durch diese und andere Maßnahmen wird versucht, diese Eltern von der Notwendigkeit der Elternmitarbeit zu überzeugen. Integration ist sehr viel mehr als die deutsche Sprache zu lernen, aber das Beherrschen der deutschen Sprache ist die Schlüsselkompetenz, die Basis für eine Integration. Gelingt es nicht, dass diese Kinder die Sprache bis zur Berufsreife oder bis zum Sekundarabschluss in Wort und Schrift sehr gut beherrschen, wird diesen Kindern auch der Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert. Gerade dieser braucht in allen Bereichen händeringend Arbeitnehmer. Da davon auszugehend ist, dass in den kommenden Jahren noch mehr Flüchtlinge zu uns kommen werden, müssen m.E. noch mehr Sprachkurse, noch mehr Intensivkurse – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene – eingerichtet werden, denn die Sprache ist der Schlüssel für alles Weitere. Leen Abdulhadi kam mit ihrer Schwester und ihren Eltern vor 5 Jahren aus Syrien nach Deutschland. Eine Familie mit palästinensischen Wurzeln, also staatenlos. Die Familie lebte bis 2013 in Damaskus/Syrien. Es sind eigentlich Palästinenser, die Ende der vierziger Jahre ihre Heimat/Israel verlassen haben und seitdem in Syrien lebten. In Syrien haben Leen und Ilyana Abdulhadi erlebt, nachdem sie gerade aus der Schule gegangen waren, wie die Schule durch Bomben in Schutt und Asche gelegt wurde. Neben dieser Bombardierung hat die Familie noch zahlreiche andere miterleben müssen. Die Kinder haben Erschießungen und Tote gesehen. Die Familie hat im Jahre 2013 keine andere Möglichkeit gehabt, als Damaskus zu verlassen… in Richtung Vereinigte Arabische Emirate. Hier lebten sie unter erbärmlichen Bedingung – in Illegalität – ,die Kinder wurden von den Eltern beschult. Beide Mädchen haben per Internet Englisch gelernt. Ebenfalls musste sie erleben, wie Kinder ihrer Klasse durch Scharfschützen getötet wurden. Die Familie floh dann immer noch staatenlos nach Deutschland. Im Jahre 2020 hat sich dann die Schulleitung massiv – auch mit Hilfe der Presse – für ein Duldungsrecht der Familie engagiert … und die Duldung wurde dann auf unbestimmte Zeit verlängert. Aktuell wurde der Asylantrag der Familie positiv entschieden. Leen hat sich von Anfang an in der Schule engagiert. Sie sagte mir mal, sie wäre dem deutschen Staat und auch ihrer Realschule plus Rockenhausen unendlich dankbar und werde in den nächsten Jahren ihre „Schuld“ durch Leistung und Strebsamkeit zurückzahlen. Seit mehreren Jahren bereichert sie jede Veranstaltung durch hochklassige Gesangsbeiträge. Auch im Unterricht war sie sehr aufmerksam und hat immer alles mitgeschrieben und oft durch ihre kritischen Beiträge den Sozialkunde- oder Geschichtsunterricht bereichert. Natürlich träumt Leen manchmal noch von ihren Kriegserlebnissen in Syrien und diese wird sie auch ihr Leben lang nicht vergessen, aber sie macht das Beste aus ihrer Situation und war für die Schulgemeinschaft eine wirkliche Bereicherung… Leen wir werden dich vermissen und hoffen, dass du uns noch für Gastauftritte zur Verfügung stehen wirst. Ante Turalija Geboren in Bosien Herzegownia, allerdings kroatischer Staatsbürger kam Ante 2018 mit seinen Eltern nach Deutschland. In den ersten 10 Monaten weigerte er sich einfach die neue Sprache zu erlernen, wollte er doch wieder zurück in sein Heimatland. Nach dem ihm seine Eltern eindrücklich klar gemacht hatten, dass es kein Zurück mehr gäbe und dass die Zukunft der Familie in Deutschland läge, machte Ante sich dann doch auf, diese neue Sprache zu lernen. Unterstützt wurde er durch unsere Frau Moosmann, die ihm Deutsch ohne IPad schmackhaft machte; Ante machte Fortschritte, gleichzeitig ging er seiner Passion dem Fußballspielen nach. Antes Leistungen wurden in der Schule immer besser je mehr er die Nuancen der neuen Sprache erfasste, er kam in die Sekundarstufen I-Klasse und machte dann dieses Jahr seinen qualifizierten Sekundarabschluss 1. Heute ist er froh, dass seine Eltern damals über seinen Kopf hinweg entschieden haben, denn viele seiner ehemaligen Freunde haben in seinem Heimatland kaum Berufsperspektiven. Ante hat es geschafft und er geht zum 1.9-23 zur Bundespolizei, um sich für das Land zu engagieren, welches ihm solche beruflichen Perspektiven eröffnet hat. Ante hat sich auch sehr stark in der Schule ehrenamtlich engagiert; hat Sportfeste und Turniere mitorganisiert, hat als Schiedsrichter fungiert und hat auch immer die Schulleitung mit neuen Ideen zu Sportfesten inspiriert. Gleichzeitig hat er sich im Jugendbereich seines Fußballvereins als Trainer der Kleinen engagiert. Ante, wir sind uns sicher, dass du deinen Weg weiterhin erfolgreich gehen wirst.
„Links. Grün. Drei. Lamborghini.“ Die Kommandos, die Michael Gärtner der Klasse 6a zuruft, sind eigentlich einfach und klar verständlich. Trotzdem haben einige Schülerinnen und Schüler an diesem Morgen Probleme, sie umzusetzen. Je nach Kommando sollen sie sich auf ihrem Stuhl nach vorne, links, rechts oder hinten beugen und für jede Bewegung gibt es vier Befehle, nämlich eine Zahl, eine Farbe, eine Richtung und eine Automarke. Auf den ersten Blick hat das natürlich überhaupt nichts mit Musik zu tun. Im Laufe des Vormittags dämmert es aber immer mehr Jugendlichen, dass die Hand-Auge-Koordination unerlässlich ist zum Musizieren. Ort des Geschehens ist das Studio von Michael Gärtner, der sich in Enkenbach-Alsenborn eine Klangwerkstatt eingerichtet hat, in der er Schülerinnen und Schüler sowie Kindergartenkinder Musik näher bringt. Studiert hat Herr Gärtner Schlagzeug und Pauke in Nürnberg und München und arbeitet mittlerweile als Schlagwerker bei der Deutschen Radio-Philharmonie Kaiserslautern Saarbrücken. In Jeans, T-Shirt und Sneakers sieht er nicht unbedingt wie ein Orchestermusiker aus und als er sich den Jugendlichen noch mit den Worten vorstellt: „Ich komme aus der Oberpfalz, ihr könnt Michel zu mir sagen“, ist das Eis gebrochen. Nach der oben geschilderten Aufwärmübung stellte Herrn Gärtner der Klasse 6a zunächst eine Reihe von Fellinstrumenten vor und erarbeitete gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Unterschiede in Aufbau und Klangerzeugung von Conga, Snare und Pauke. Anschließend durften die Jugendlichen selbst nach Herzenslust die verschiedenen Instrumente ausprobieren. Im Anschluss wechselte die Klasse in den Nebenraum. Hier standen drei Schlagzeuge aufgebaut. Herr Gärtner erläuterte zunächst deren Aufbau und spielte dann einen einfachen Rhythmus vor. Danach hatten wieder die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Instrumente zu bespielen. Vier Schläge auf der Hi-Hat galt es zu spielen und bei jedem ersten Schlag musste man gleichzeitig die Bassdrum mit dem Fußpedal betätigen und bei jedem vierten Schlag die Snaredrum spielen. In der Theorie klingt das ganz einfach, doch die Jugendlichen merkten schnell, dass das Spielen mit Händen und Füßen, erstere auch noch über Kreuz, gar nicht so einfach war. Nach dem Schlagzeugspiel gab es eine Pause und die Klasse freute sich über die gespendeten Waffeln und Törtchen. Die nächste Instrumentengruppe, die Herr Gärtner vorstellte, waren die Stabspiele. Er erläuterte die Unterschiede zwischen Marimba, Xylofon und Vibraphon und spielte dann ein kurzes Stück vor. Dabei spielte er mit vier Schlägeln gleichzeitig, was in der anschließenden Ausprobierphase natürlich auch manch einer nachmachte. Als letzter Punkt stand die Vertonung einer Geschichte auf dem Programm, bei der die Schülerinnen und Schüler eine ganze Reihe von Perkussions- und Effektinstrumenten nutzen sollten. Neben Donnerblechen, einer Windmaschinen, einer Glocke, verschiedenen Vogelstimmen, einer Lotusflöte kamen verschiedene Rasseln und Trommeln zum Einsatz und die Klasse hatte einen Heidenspaß. Das Urteil der Klasse 6a fiel ähnlich aus, wie das der anderen Klassen, die in diesem Schuljahr bereits die Klangwerkstatt besucht hatten: Der Vormittag ging viel zu schnell vorüber und müsste unbedingt überholt werden. Die Realschule plus dankt nicht nur Herrn Gärtner, dass er seine Klangwerkstatt und sein Wissen den Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellte, sondern besonders Lydia Thorn Wickert und der Schöck-Familien-Stiftung, die diese wunderbare musikalische Erlebnis für die Jugendlichen ermöglichte. Copyright Köhler
Seit einigen Jahren gibt es in Rheinland-Pfalz das Projekt „Schule isst besser“. Ziel dieser Kampagne ist es, den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Schulspeisung gesünderes Essen anzubieten und ihnen im Unterricht das Wissen über entsprechende Nahrungsmittel zu vermitteln. Der HuS-Kurs der Klassenstufe 7 konnte sich am Donnerstag, 06.07.2023, in der Schulküche an einer ganzen Reihe von Rezepten ausprobieren. Anders als sonst standen dem Kurs dieses Mal nicht nur vier statt der üblichen zwei Stunden zur Verfügung, auch ein richtiger Koch half den Jugendlichen bei der Zubereitung der Gerichte. Herr Sandberg vom Parkhotel Schillerhain in Kirchheimbolanden unterstützte die Siebtklässer an diesem Vormittag. Der Kurs wurde in vier Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe wurde mit einem Rezept und Zutaten ausgestattet. Als Hauptgericht stand ein Chili sin Carne auf Linsenbasis auf dem Menüplan, dazu gab es selbstgemachte Smoothies, frisch gebackene Haferkekse und als Nachtisch einen Pfirsisch-Crumble. Das Urteil aller Beteiligten fiel einstimmig aus: Die verschiedenen Gerichte schmeckten sehr lecker und es war wesentlich entspannter, die Gerichte in vier statt in zwei Stunden zubereiten und verkosten zu können. Wiederholung nicht ausgeschlossen. Copyright Köhler
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