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Er läuft und läuft und läuft und läuft Generationen von Fünfklässern der Realschule plus Rockenhausen kennen das Mysterium. In der Rallye, die jedes Jahr in der ersten Schulwoche durchgeführt wird und dazu dient, Schulhaus und -gelände besser kennenzulernen, tauchte eine Frage auf, mit der auch die Lehrer nicht so viel anfangen konnten: Wo ist der Brunnen? Egal, wo man auch hinlief, man fand keinen. Es gibt den Metallbaum zwischen Sekretariat und Containern oder das Hochbeet mit den Felsbrocken auf dem Schulhof oder ein Insektenhotel vor der Turnhalle, aber ein Brunnen? Fehlanzeige. Vor dem Sekretariatsgebäude, im Schatten der Bäume, liegt jedoch ein mächtiger Felsbrocken. Die meisten Menschen gehen vermutlich achtlos vorüber und nur wenigen dürfte aufgefallen sein, dass auf einer Seite der Schulname mit Metall-Lettern steht. Ursprünglich war dieser Stein mal ein Brunnen. Das ist aber schon so lange her, dass selbst die dienstältesten Kollegen sich noch kaum daran erinnern können. In den letzte Tagen ging Herr Breuer, unser fleißiger Hausmeister, der Sache sprichwörtlich auf den Grund. Teilweise unterstützt von Kevin Schmitt, dem Hausmeister der Donnersberghalle, legte er den Zulauf unter dem Brunnen frei. Hier hatten sich über Jahrzehnte hinweg Wurzeln ihren Weg gesucht. In mühevoller Handarbeit legte er die Zuleitung frei und installierte eine neue Pumpe. Nach mehreren Tage schweißtreibender Arbeit war es dann soweit und es hieß: Wasser marsch! Seitdem läuft der Brunnen und es sprudelt wieder Wasser aus dem Stein.
Bundesjugendspiele 2024 Die Sportlehrkräfte der Realschule plus treibt jedes Jahr eine bange Frage um: Wird es regnen an den Bundesjugendspielen? Dieses Jahr gab es keinen Regen, stattdessen Sonne satt. Während in den Jahren zuvor morgens häufig noch Nebelschwaden durch das Rockenhausener Stadion waberten, startete der Tag diesmal mit Sonnenschein. Die hohen Temperaturen sorgten dafür, dass der Ablauf der Disziplinen neu organisiert wurde und die Spiele nun mit den Läufen eröffnet wurden. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich dieses Jahr in den Wettkämpfen messen: Werfen, Kugelstoßen, Laufen und Weitsprung. Die Besonderheit bei den Bundesjugendspielen ist Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Abhängig von Alter und Geschlecht werden die erreichten Leistungen in Vergleichspunkte umgerechnet. Die zehn besten Mädchen: Vicoria Schwarze (7b, 152 Punkte) Hanna Willrich (5b, 154 Punkte) Nele Breier (7b, 162 Punkte) Milea Böhm (6b, 162 Punkte) Diana Römer (8a, 163 Punkte) Mila Krämer (5b, 168 Punkte) Sophia Graefen (6a, 190 Punkte) Zoe Klein (6a, 192 Punkte) Pauline Rehberger (6b, 213 Punkte) Lotta Böhmer (5a, 243 Punkte) Die zehn besten Jungen: Leif Wolf (8b, 198 Punkte) Rashed Nabizadeh (8b, 202 Punkte) Jensen Wells (6b, 228 Punkte) Damian Dudschinski (9a, 230 Punkte) Ben Korz (6b, 234 Punkte) Yehor Markovskyi (9b, 236 Punkte) Felix Roos (9a, 241 Punkte) Ari Cornelius (9b, 244 Punkte) Lio Blumers (7b, 268 Punkte) Karol Michalski (8b, 268 Punkte)
Sie, liebe Frau Roos und Sie liebe Frau Loewe sind fester Bestandteil der Realschulfamilie – und das seit Jahren…fast Generationen. Zum ersten Mal gesehen und erlebt habe ich sie bei meiner Vorstellung vor dem Gremium der Schule… und ich war damals ziemlich nervös. Frau Roos und Frau Loewe haben damals sofort die Initiative ergriffen – wie so häufig – und mich mit Fragen gelöchert… man war ich damals nervös und aufgeregt… aber auch wenn die Damen mich anfangs sehr streng gemustert hatten, so haben sie es auch geschafft, dass das anfängliche Eis sehr schnell brach und ich am Ende der Fragerunde, vergessen hatte, dass dies eigentlich eine Prüfungssituation war. Ich kenne Sie seit 4 Jahren… Sie kennen und lebten diese Schule seit 10 Jahren bzw. seit 16 Jahren und noch länger, nicht wahr Frau Loewe! Sie beide haben mir in unseren vielen Gesprächen mitgeteilt, dass es eigentlich nur 2 Tiefpunkte gab. Einmal natürlich die Corona-Zeit, in der zig Klassenfahrten – das Salz in der Suppe eines jeden Schülers – und sonstige Aktivitäten flach vielen. Dennoch gab es auch in der Zeit -trotz aller Widrigkeiten – wieder Positives- so unsere beiden SEB-Vorsitzenden: Die Schule habe es durch Digitalisierung und Umorganisation geschafft, dass die Schüler bei uns einigermaßen glimpflich durch diese Zeit kam. Der Unterricht konnte größtenteils über Teams vollzogen werden…. Aber das ist auch wieder typisch für die beiden aktiven Frauen… niemals in Gleichgültigkeit und Depression verfallen, sondern auch noch in negativen Entwicklungen einen positiven Punkt erkennen, an dem man anknüpfen kann. Frau Loewe und auch noch Frau Roos haben erlebt, dass die Realschule Rockenhausen – ein Qualitätslabel an sich – eine Hochzeit erlebte mit über 600 Schülerinnen und Schülern. Leider sind im Laufe der Jahre – und das lag bestimmt nicht an der Qualität der Realschule oder Realschule plus – die Schülerzahlen stark zurück gegangen…. Dennoch konnten wir in den letzten Schuljahren die Schülerzahlen wieder stabilisieren und nicht nur den Trend stoppen, sondern wieder umkehren! Wir sind in den letzten Jahren wieder um fast 19% gewachsen… und das ist natürlich auch Ihr Verdienst! Euer Herzblut, das ihr in diese ehrenamtliche Tätigkeit gesteckt habt, ist nicht nur bemerkenswert, sondern auch inspirierend. Mit Herz und Seele habt ihr euch für die Belange unserer Schule eingesetzt und dabei immer das Wohl unserer Kinder und der gesamten Schulgemeinschaft im Blick gehabt. Elternarbeit – Sie Frau Roos und auch Sie haben mir wiederholt gesagt, wie wichtig diese Arbeit für sie ist! Ihre Auffassung von Ehrenamt ist im wahrsten Sinne des Wortes VORBILDLICH! Wie oft standen sie manchmal völlig überraschend in meinem Büro – manchmal mit Kuchen – aber immer mit Anregungen oder auch Ermahnungen an den Schulleiter. Zugegeben, das war manchmal für mich etwas anstrengend ….aber sie beiden haben immer die Schule vor allem gesehen und haben Elternarbeit mit allen was sie hatten gelebt. Ob die Einsätze beim Herbstfest, Weihnachtsmärkten, Tage der offenen Tür oder die zig Elternabende waren…. Auf meine Frage, an wie viel Konferenzen einschließlich Gesamtkonferenzen sie teilgenommen haben, konnte mir keiner genaue Auskunft geben… Ich habe mal hochgerechnet und kalkuliert: Wenn Sie pro Schuljahr nur an 5 Konferenzen teilgenommen hätten (und manchmal war es definitiv mehr!), dann komme ich bei 10 Jahren auf 50 Konferenzen, bei Frau Loewe auf circa 80 Konferenzen! Wow! …. Und Sie saßen nicht nur dabei, sondern haben sich öfter zu Wort gemeldet und auch manchen Schüler oder Kollegen wenigstens zum Nachdenken und manchmal zum Schwitzen gebracht. So haben Sie Elternarbeit verstanden und gelebt! 120% Einsatz für die Schulgemeinschaft… nicht nur dabeisitzen, sondern sich einmischen und gestalten! Für Sie war es immer – so sagten mir sie beide – eine Herzensangelegenheit… Ihre Schule und dass liebe Damen hat man zu jedem Zeitpunkt gespürt. Ihr habt uns gezeigt, was es bedeutet, sich ehrenamtlich zu engagieren und mit Leidenschaft und Hingabe einen Unterschied zu machen. Eure Spuren werden in unserer Schule noch lange sichtbar sein, und euer Vorbild wird sicherlich viele andere inspirieren. Gott Sei Dank bleiben Sie und ja hoffentlich im FöV erhalten, dennoch geht heute eine Ära zuende! Die Ära-Loewe-Roos. Liebe Frau Roos, liebe Frau Loewe die Schulgemeinschaft ist stolz auf so einen SEB. Wir wünschen Ihnen alles Gute!
Walking Bells Die Rockenhausener Kulturnacht startete dieses Jahr mit einem besonderen Höhepunkt. Uraufgeführt wurde das Stück „Walking Bells“ für Carillon, Schlagwerk und Tonglocken, das von der US-amerikanischen Komponistin Julie Zhu eigens für diesen Anlass komponiert worden war. Zhu ist nicht nur selbst ausgebildete Carillonneurin und Komponistin, sie lehrt auch Darstellende Kunst am Fachbereich Musik, Theater und Tanz der Universität von Michigan. Darüber hinaus hat sie sich durch ihre freundliche und offene Art bei den Proben die Sympathien der Schülerinnen und Schüler erworben. Das Außergewöhnliche an dieser Aufführung war, dass die Tonglocken von Schülerinnen und Schülern der Realschule plus gespielt worden waren. Über mehrere Wochen hinweg übten sie das Stück gemeinsam mit ihren Musiklehrerinnen Renate Bechter und Christine Kaufhold ein. Gespielt wurde auf Glocken die eigens von der Sonnwälder Töpferei auf der Heide angefertigt wurden. Kurz vor der Aufführung erreichte das Ensemble zwei Hiobsbotschaften: Der Wetterdienst sagte Regen voraus und der Schlagzeuger erkrankte an Corona. Glücklicherweise konnte mit Michael Gärtner ein versierter Ersatz gefunden werden. Er ist vielen Schülerinnen und Schülern der Realschule plus gut bekannt, denn neben seiner Tätigkeit als Schlagzeuger der Deutschen Radiophilharmonie Kaiserslautern Saarbrücken leitet er die Klangwerkstatt in Enkenbach, die regelmäßig von den Klassen unserer Schule besucht wird. Pünktlich zu Beginn der Veranstaltung hatte auch Petrus ein Einsehen und die Wolkendecke riss auf und tauchte den Schlosspark in Abendsonnenstrahlen. Nach den Begrüßungsworten von Jürgen Hardeck, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Kultusministerium, und dem Rockenhausener Stadtbürgermeister Michael Vettermann, sprach Lydia Thorn Wickert zu den knapp 250 Gästen, die den Weg hinter das Museum für Zeit gefunden hatten. Sie kann mit Fug und Recht als Ideengeberin und treibende Kraft hinter diesem Mammut-Projekt bezeichnet werden. In ihrer Rede betonte sie, dass durch dieses Konzert Rockenhausen ein Platz auf der kulturellen Landkarte eingeräumt werden müsste. Zu Beginn der Aufführung lagen die Glocken reihenweise auf der Wiese unter dem Carillon und die Schülerinnen und Schüler standen um die Schlaginstrumente Michael Gärtners herum. Während Zhu auf dem Carillon eine Folge von Tönen spielte, die sich nach und nach – unterstützt durch die rhythmische Struktur Gärtners – zu einem Klangteppich entfalteten, nahmen die Jugendlichen nach und nach ihre Plätze ein. Kurz darauf wurde deutlich, dass der Titel Walking Bells nicht nur eine Metapher ist. Die Schülerinnen und Schüler liefen ihre Glocken spielend kreuz und quer durch das Publikum und den Schlossgarten. Dadurch entstanden spannende Klangerlebnisse, denn je nach Standort konnte die Musik nun auch von hinten, links oder rechts ertönen. Nach und nach sammelten sich die Glockenspielerinnen und -spieler wieder auf dem Rasen und die Musik ging in eine ruhigere Phase über. Waren die Glocken bis dahin mit einem Schlägel angeschlagen worden, so wurden sie nun umgedreht, mit Murmeln befüllt und der Ton jetzt durch kreisförmiges Schwenken erzeugt. So klang die Musik langsam aus und der Beifall des Publikums belohnte die Jugendlichen, den Schlagzeuger und die Komponistin für ihre eindrucksvolle Vorstellung. https://youtu.be/UBl5xRa5Cmghttps://youtu.be/zas1RDKeNaw
Bin immer noch sehr beeindruckt vom Ensemble der Schülerinnen und Schüler meiner Schule, M. Gärtner, Julie Zhu, Frau Kaufhold und Frau Bechter… ein wunderbares Klangspektakel, welches die Zuhörer in mystische Stimmung versetzte! Ungefähr 300-400 Zuhörer und Zuschauer waren sehr beeindruckt! Pünktlich zum Beginn lichteten sich die Gewitterwolken und es kam die Sonne raus! Danke an alle Beteiligten und natürlich Frau Dr. Thorn Wickert, meine Schüler und meine Kolleginnen!
Welttag des Buches: Klassen 5a und 5b erhalten „Mission Roboter“ Jedes Jahr am 23. April findet der Welttag des Buches statt. Es ist ein von der UNESCO initiiertes globales Ereignis, das das Lesen feiert. In Deutschland verschenkt die Stiftung Lesen jedes Jahr an alle Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen, die an dieser Aktion teilnehmen, ein Buch. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b durften sich dieses Jahr über das Buch „Mission Roboter. Ein spannender Fall für die Glücksagentur“ freuen. Der Comicroman wurde von Anke Griod geschrieben und von Timo Grubing illustriert. Eigentlich hätten die Bücher in der Rockenhausener Buchhandlung Bücherhütte verteilt werden sollen, was leider krankheitsbedingt entfallen musste. Die Übergabe fand nun in der Schule statt, war aber für die Kinder trotzdem ein aufregender Moment. Die strahlenden Gesichter und die Begeisterung der Kinder zeigten, wie sehr sie sich über das Geschenk freuten. Viele von ihnen konnten es kaum erwarten, das Buch zu öffnen und mit dem Lesen zu beginnen. Unsere Schule ist stolz darauf, Teil dieser globalen Initiative zu sein und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, die Freude am Lesen zu entdecken und zu vertiefen. Wir bedanken uns bei der Stiftung Lesen und der Bücherhütte Rockenhausen, die diese Aktion möglich gemacht haben, und freuen uns auf spannende Leseerlebnisse.
Besuch von Bundestagsabgeordnetem: Matthias Mieves an der Realschule plus Rockenhausen Vergangene Woche hatten wir das Privileg, einen Bundestagsabgeordneten bei uns in der Schule willkommen zu heißen. Matthias Mieves ist der direkt gewählte Abgeordnete des Donnersbergkreises und vertritt seit dieser Legislaturperdiode unsere Region im Bundestag. Er besuchte am Mittwoch, 08.05.2024, verschiedene Klassen und nahm sich Zeit, um ausführlich über seine Arbeit im Bundestag zu berichten. Er erklärte den Schülern die Funktionsweise des Parlaments, die Rolle der Abgeordneten und die Bedeutung der demokratischen Prozesse in unserer Gesellschaft. Los ging es in der Klasse 9a, die Herrn Mieves im Stuhlkreis empfing. Bevor er sich selbst vorstellte, wollte er wissen, mit wem er es zu tun hat. Er bat die Schülerinnen und Schüler sich selbst kurz vorzustellen, aus welchen Ort sie kommen und welche Berufswünsche sie haben. Im Anschluss erzählter Herr Mieves kurz seinen bisherigen beruflichen und politischen Werdegang. In der darauffolgenden Runde musste er sich den Fragen stellen, die sich die Schülerinnen und Schüler vorab überlegt hatten. Die Bandbreite reichte vom Ukrainekrieg über die Handynetzabdeckung im Donnersbergkreis bis hin zur Frage, ob Herr Mieves vegan lebe. Nachdem die Jugendlichen hier die Möglichkeit hatten vor allem den Politiker Matthias Mieves kennenzulernen, ging es in dem folgenden Spiel eher um den Menschen hinter dem Politiker. Herr Mieves musste sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden (z. B. Mercedes oder BMW) und seine Antwort kurz begründen. Ein gemeinsames Gruppenbild war der Abschluss dieses Klassenbesuchs. Nach der großen Pause ging es dann in Saal 210/211 weiter. Hier musste sich Herr Mieves den Fragen der Klassen 9b und 10a stellen. Der Schwerpunkt lag hier vor allem auf aktuellen politischen Konflikten und der Integration von Ausländern und Flüchtlingen in unsere Gesellschaft. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Mieves für seinen Besuch und den wertvollen Austausch. Es war eine großartige Gelegenheit für unsere Schülerinnen und Schüler, einen Politiker hautnah erleben zu können. Wir hoffen, in Zukunft weitere solche Besuche organisieren zu können, um unseren Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Politik zu ermöglichen. Denn wir glauben, dass Bildung über den Klassenraum hinausgeht und dass es wichtig ist, den Jugendlichen reale Erfahrungen und Begegnungen zu ermöglichen, die ihr Verständnis für die Demokratie erweitern.
Abschlussfahrt der Klassen 9a und 10a: Einprägsame Erfahrungen in Berlin Die beiden Abschlussklassen unserer Schule, 9a und 10a, haben kürzlich ihre Abschlussfahrt nach Berlin unternommen. Die sechstägige Reise in die Hauptstadt bot den Schülerinnen und Schülern eine Fülle von Erfahrungen und die Möglichkeit, historische Stätten und kulturelle Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Einer der Höhepunkte der Reise war der Besuch des Reichstages. Die Schüler hatten die Gelegenheit, das beeindruckende Gebäude zu besichtigen und einen Einblick in die politischen Abläufe Deutschlands zu erhalten. Der Besuch der Glaskuppel des Reichstages bot zudem bei herrlichstem Sonnenschein einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Die Klassen besuchten auch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Die Führung durch die ehemaligen Zellen und Verhörräume bot den Schülern einen tiefen Einblick in die dunkle Seite der DDR-Geschichte. Viele Schüler waren von der Atmosphäre des Ortes äußerst bewegt. Besonderes Glück hatte die Klasse 9a: Sie wurden von einem ehemaligen Insassen herumgeführt, der seine Untersuchungshaft in diesem Gefängnis verbracht hatte. Ein weiterer wichtiger Stopp war die Gedenkstätte Berliner Mauer. Die Schüler konnten hier eine Rekonstruktion der Mauer und des dazugehörigen Todesstreifens besichtigen. Zu der Gedenkstätte gehört auch ein Aussichtsturm, von dem aus man einen guten Überblick über die ehemalige innerdeutsche Grenzbefestigungsanlage hatte. Im Museum konnte man mehr über die Teilung Deutschlands und die daraus resultierenden menschlichen Tragödien erfahren. Zur Auflockerung des Programms unternahmen die Klassen einen Ausflug zum Tegeler See. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Schüler die Schönheit der Berliner Natur genießen, Tretboot fahren, Minigolf spielen, Eis essen und sich entspannen. Natürlich durfte auch eine ausgiebige Tour durch die Berliner Innenstadt nicht fehlen. Die Schüler besichtigten zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter das Brandenburger Tor, den Alexanderplatz und das neu errichtete Stadtschloss. Die Vielfalt und das pulsierende Leben der Stadt begeisterten die Schüler. Die Abschlussfahrt nach Berlin bot den Klassen 9a und 10a die Möglichkeit, sich in die deutsche Geschichte zu vertiefen, die Hauptstadt zu erkunden und unvergessliche gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Höhepunkt der Fahrt war für viele der letzte Abend, den die beiden Klassen erst am Reichstagsufer und dann vor dem Brandenburger Tor verbrachten.
„Ich hab die Bewegung nicht einmal gesehen!“ Ungläubig starren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a auf die Snare Drum. Michael Gärtner hat ihnen gerade zwei Möglichkeiten vorgeführt, wie man auf dieser Trommel einen Wirbel spielen kann. Nun sollen die Jugendlichen raten, wie viele Berührungen zwischen Trommelstock und Fell in einer Minute stattfinden. Die Bandbreite der Antworten reicht von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Kontakten und tatsächlich hatte ein Schüler richtig getippt: ca. 6.000 Mal berührt der Schlägel das Trommelfell. Michael Gärtner ist eigentlich Schlagzeuger bei der Deutschen Radiophilharmonie Kaiserslautern Saarbrücken. Nebenbei betreibt er in Enkenbach-Alsenborn eine Klangwerkstatt. Hier haben Kinder und Jugendliche die wunderbare Möglichkeit, die Welt der Schlaginstrumente kennenzulernen und einen Vormittag lang im wahrsten Sinne des Wortes mal richtig auf die Pauke zu hauen. Dank der Vermittlung von Lydia Thorn Wickert und einer Spende der Schöck-Familienstiftung konnte am Montag, 10.06.2024, die Klasse 9a an diesem musikalischen Workshop teilnehmen. Zunächst durfte die Klasse die verschiedenen Trommeln kennenlernen. Da gab es etwa die aus Südamerika stammende Conga, die nur mit den Händen gespielt wird, die kleine Trommel oder die Pauke, bei der man sogar die Tonhöhe mit einem Pedal einstellen kann. Nachdem Herr Gärtner die verschiedenen Instrumente und Spielweisen vorgestellt hatte, durfte die Jugendlich selbst spielen. Im Anschluss ging es in den Nebenraum. Hier waren drei Schlagzeuge aufgebaut und die Schülerinnen und Schüler mussten unter Anleitung von Herrn Gärtner einen einfachen Beat einstudieren. Obwohl es gar nicht so einfach ist, wenn man mit der rechten Hand auf das links stehende Hi-Hat schlagen muss und dabei abwechselnd noch mit dem Fuß die Bass Drum bzw. mit der linken Hand die Snare Drum spielen muss, hatte die Klasse sichtlich Spaß daran und einige erwiesen sich als echte Naturtalente. Danach stellte Herr Gärtner der Klasse die zweite große Instrumentengruppe vor: die Stabspiele. Hierzu gehören zum Beispiel Marimba, Vibraphon oder Xylophon. Auch wenn es einigen Schülern gelang, den Instrumenten in der Ausprobierphase ganze Melodien zu entlocken, mit vier Schlägel gleichzeitig zu spielen, wie es Herr Gärtner vormachte, gelang niemandem. Der krönende Abschluss des Tages war eine Geschichte, die Herr Gärtner erzählte, und die von der Klasse währenddessen live vertont wurde. Donnerblech, Windmaschine, Becken und große Trommeln – sie alle sorgten für ein beeindruckendes Gewitter. Mit Schleifpapier wurden menschliche Schritte nachgeahmt und Effektpfeifen und Kuhglocken ahmten Tiere nach. Die Klasse hatte an diesem Tag sehr viel Spaß und Freude am Musizieren und überreichte Herrn Gärtner als kleines Dankeschön ein Weinpräsent, bevor sie wieder die Heimreise nach Rockenhausen antrat.
In der Realschule plus Rockenhausen herrscht eine freudige Aufgeregtheit und Hektik…Seit 2 Tagen ist die amerikanische Künstlerin Julie Zhu in unserer Schule, um mit 50 Kindern die Klangschalen auszuprobieren. Diese Klangschalen (Tonglocken) wurden extra in der Töpferei auf der Heide unter spezielle Anleitung gefertigt. Unterschiedliche Größe und Dicke bestimmen die Tonlage; manchmal musste noch etwas (Millimeter) Ton an einer bestimmten Stelle entfernt werden, um genau dann diese Hertzzahl (Tonhöhe )zu erreichen. Die Künstlerin hat zusammen mit Frau Bechter und Frau Kaufhold 2 Tage intensiv mit den Kindern geprobt, denn am 21.6.24 sollen Carillon und die Tonglocken gemeinsam klingen. Walking Bells ist eine Komposition für das Carillon von Rockenhausen und 50 Kindern, die auf den Glocken-Schalen aus Ton spielen. Das Carillon, das nicht länger lediglich eine Ansammlung von Glocken ist, die von hoch oben die Klänge auf die Köpfe der Passanten herabregnen lassen, explodiert in den Raum hinein. Denn der Klang der Glocken-Schalen breitet sich unter den hoffentlich zahlreichen Zuhörern aus. Die mitwirkenden Kinder und das Publikum, wir alle sind mittendrin in dem Carillon, das wir uns selbst konstruiert haben. Ein Carillon welches sozusagen durch die Glocken der Kinder multipliziert und verlängert wird. Musikalisch inspiriert von Hildegart von Bingen, deren Heimat unweit von Rockenhausen liegt, bilden die Glocken-Schalen das Echo und die Streuung der Carillonklänge. Alle Schalen wurden mit dem Jahresstempel kunstvoll verziert, außerdem enthalten die Glocken die Angabe der Hertzzahl. Die Künstlerin hofft, dass wir alle diese gemeinschaftliche Erfahrung genießen.
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