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SCHULLEITER SCHALTET SICH EIN Palästinensischen Mädchen und ihrer Mutter aus Winnweiler droht Abschiebung Ilyana, Leen und ihre Mutter sind seit 2017 in Winnweiler im Donnersbergkreis. Hierher sind die Mädchen und ihre Mutter nach vielen Jahren auf der Flucht gekommen. Doch nun sollten die drei abgeschoben werden. Ein Schock – nicht nur für die bestens integrierte Familie.
RSROK goes digital Schüler nehmen technische Ausrüstung der Schule selbst in die Hand Die aktuelle Lage legt es näher, als es so mancher Schule lieb ist: Fernunterricht bzw, der Unterricht in wechselnden Lerngruppen zu Hause und in der Schule rückt wieder in den Bereich des Möglichen. Vorbereitung ist alles, so auch an der Realschule plus Rockenhausen. Durch flexible Planung gemeinsam mit der Kreisverwaltung Donnersberg als zuständigem Schulträger konnten an der RSROK innerhalb kürzester Zeit alle Klassensäle mit interaktiven Whiteboards ausgestattet werden. Um die Kosten in diesen schwierigen Zeiten niedrig zu halten, wurden bei der Montage nicht nur externe Techniker oder der Hausmeister aktiv. Stattdessen nahmen Schüler und Lehrer die Dinge selbst in die Hand. So wurden die nötigen Vorarbeiten von Schülern der Wahlpflichtfachgruppe „Technik und Naturwissenschaft“ der zehnten Klassen, gemeinsam mit ihrem Fachlehrer Thomas Kinner und Konrektor Thomas Halfmann mit Unterstützung des Hausmeisters Bernd Koch, ausgeführt. Mit Schlagbohrmaschine und Kabelkanälen bewaffnet zogen die Schüler durch die einzelnen Säle und brachten die nötigen Befestigungen an, damit die neue Ausrüstung möglichst zügig in Betrieb genommen werden kann. Neben dem Sammeln praktischer Erfahrungen kam dabei der Spaß natürlich auch nicht zu kurz. Die neue Ausstattung erleichtert zukünftig den Unterricht sowohl im Regel- als auch im Fernunterricht. Dank der eingeführten Plattform Microsoft Teams können Schüler, die in Quarantäne sind, per Beamer und Vidoechat dem Unterricht zugeschaltet werden oder auch geteilte Klassen parallel unterrichtet werden. „Wir sind gut vorbereitet auf eine mögliche Schließung oder Teilschließung der Schule. Die Technik ist jetzt da und das Kollegium hat sich mit großem Engagement in die neuen Unterrichtsmethoden eingearbeitet – auch wenn sicherlich in einzelnen Punkten noch etwas Aufholbedarf besteht“, berichtet Konrektor Thomas Halfmann. Für die Schüler des WPF-Kurses war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, an ihrer Schule selbst derart hilfreich Hand anlegen zu können.
Neuer Kapitän an Bord des „Traumschiffs RSROK“ Harald Scheve ist neuer Schulleiter der Realschule plus Rockenhausen Anlässlich der offiziellen Amtseinführung haben ehemalige und aktuelle Kollegen, Eltern- und Schülerschaft sowie Vertreter aus Ministerium und Politik Harald Scheve als neuem Schulleiter der Realschule plus Rockenhausen ein warmes Willkommen bereitet.
Land „Respekt ist wichtiger als System“ ROCKENHAUSEN: Er hat Filme übersetzt, vor einer Kirchengemeinde gepredigt und ist sogar Taxi gefahren. Zeitweise lebte er im Ausland. Am wohlsten fühlt sich Harald Scheve aber in pfälzischen Klassenzimmern. Seit Schuljahresbeginn ist der gebürtige Dortmunder Leiter der Realschule plus. Und hier hat er einiges vor. Von Lisa Demmerle „Ich wollte entweder Pilot werden oder Pfarrer“, berichtet der 57-Jährige von seinen ursprünglichen Plänen. Letztendlich hat er nach dem Abitur dann doch Lehramt in seiner westfälischen Heimat studiert. Bereut habe er diese Entscheidung nie, erzählt Scheve im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Nicht zuletzt, weil er sich in seinen jungen Jahren in vielen Jobs habe ausprobieren können: Ob er nun Nachhilfe gab, in der Fabrik schuftete oder mit nächtlichen Taxifahrten das nächste Semester finanzierte: „Dort habe ich manchmal mehr mitgenommen als in jedem Studium“, betont der Lehrer für Chemie und evangelische Religion. Und all diese Erfahrungen versuche er heute in seinen Unterricht einfließen zu lassen.Zumal mit seiner damaligen Entscheidung nicht sämtliche Jugendträume passé gewesen seien: So habe er in späteren Jahren mit dem Wörrstadter Pfarrer Koch eine Predigtreihe gestaltet. Auch den Pilotenschein habe er irgendwann gemacht – „der ist mittlerweile aber wieder abgelaufen“. Für Chemie-Verlag übersetztIn den südwestdeutschen Raum hat es Scheve dann durch sein Referendariat im Saarland verschlagen. Und hier hat ihm ein Zufall eine weitere berufliche Perspektive eröffnet: Weil er spezielle Chemikalien für seine Examenslehrprobe brauchte, schickte ihn sein Fachleiter zu Conatex, einem Lehrmittel-Verlag für Chemie. „Dort hat man mich gefragt, ob ich jemanden kenne, der Übersetzungen macht“, so Scheve.Die Folge: 15 Jahre lang übersetzte er neben seinem Job als Lehrer für das Unternehmen Gebrauchsanleitungen, Newsletter für Pädagogen und sogar Lehrfilme für Biologie, Chemie und Physik ins Französische. Die zwischenzeitlich angebotene Geschäftsführung wollte der Vater eines erwachsenen Sohnes dann doch nicht übernehmen: „Ich bin sehr gerne Lehrer.“ Geblieben ist aber seine Liebe zu Frankreich, im Speziellen zu Paris: Von 1992 bis 1994 lebte und unterrichtete der heutige Wahl-Dannenfelser im Nachbarland. Heute will Scheve, dessen Frau ebenfalls in der Schulleitung – in Gau-Odernheim – tätig ist, trotz guter Erfahrungen nicht mehr in einer Großstadt unterrichten: „Die Probleme an den Schulen in Großstädten sind verschärfter. Trotzdem gibt es auch hier Themen, die wir angehen müssen“, betont er. Der Umzug in die Pfalz sei bewusst erfolgt, weil „das Landleben absolute Vorteile bietet – vor allem für Familien“. Voraussetzung sei natürlich, dass die Mobilität gewährleistet sei. Ein großes Plus sieht der Hobbysportler – der zum Joggen oder zum Fahrradfahren gerne um den beziehungsweise auf dem Donnersberg unterwegs ist oder im Silbersee schwimmen geht – in der herrlichen Nordpfälzer Natur. Mittlerweile kennt sich der 57-Jährige schon gut in seiner neuen Heimat aus. In der Pfalz ist er übrigens nicht zum ersten Mal tätig: Vor seinen Posten in der Schulleitung an der Binger Realschule, in Bad Dürkheim und der kooperativen sowie integrativen Realschule in Wörrstadt hat er bereits von 1995 bis 2000 an der damaligen Realschule Eisenberg gearbeitet. Dass die Realschule plus in Rockenhausen trotz ihrer kleinen Schüleranzahl nach wie vor beliebt ist, habe er schon alleine an der Konkurrenz um die Stelle des Schulleiters feststellen müssen: Insgesamt vier Anwärter hatten sich im November um die Nachfolge von Rektorin Olga Alve beworben. Damals habe sich die Corona-Krise mit ihren Auswirkungen auf den Schulbetrieb noch nicht abgezeichnet. „Es ist vielleicht mutig, mitten in der Pandemie die Stelle zu wechseln. Aber mutige Entscheidungen haben mich bisher im Leben immer weitergebracht“, sagt Scheve mit Überzeugung. Lob für neue KollegenNun freut er sich sehr auf die Herausforderung und die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen. Diese hätten ihn „freundlich empfangen. Man merkt, dass das Schulleitungsteam vorher gute Arbeit geleistet hat“, lobt Scheve. Darauf wolle er nun aufbauen, „dabei aber Traditionen wahren“. Das heißt: Es werde einige Neuerungen geben, aber keinen blinden Aktionismus. „Wenn zu viele Änderungen auf einmal kommen, vermittelt man nur das Gefühl, vorher sei alles falsch gelaufen.“ In der Vergangenheit habe er gelernt, dass es weniger auf das System ankomme, in dem man arbeite, als vielmehr auf die respektvolle Zusammenarbeit aller Gremien. Hier habe die Schulform der Realschule plus einen Vorteil: „Wir können in einem kleinen System viel besser pädagogisch auf die Kinder einwirken. Für Rockenhausen wäre es schrecklich, wenn diese traditionelle Schule irgendwann ihre Tore schließen müsste.“Damit das nicht passiert, setzt sich Scheve das Ziel, bald wieder mehr Kinder an der Schule zu begrüßen. Dazu wolle er diese wieder verstärkt ins öffentliche Gespräch bringen, indem er etwa Grundschulen besuche, Veranstaltungen plane und in Kooperation mit Firmen verschiedene Berufsorientierungsmöglichkeiten anbiete. Scheve: „Ich bin der Meinung, wer gute Arbeit leistet, sollte auch darüber sprechen.“
Ich bin genauso neu wie ihr – und genauso aufgeregt!“, gestand Harald Scheve, frischgebackener Schulleiter der Realschule plus Rockenhausen den Fünfern in seiner Ansprache.
Neustart mit Maske Fünftklässler an der Realschule plus Rockenhausen begrüßt Vor der Tür der Realschulturnhalle bildet sich eine Schlange aus Eltern und Kindern. Doch kein Türsteher ist der Grund für den verzögerten Einlass. Stattdessen bittet eine Dame am Stehtisch freundlich um die Angabe von Kontaktdaten. Einschulung unter Corona-Bedingungen eben, auch in Rockenhausen.
Zehn Schafe und reichlich Sänger RSROK feiert Weihnachten Kurz vor den Weihnachtsferien traf sich die Schulgemeinschaft der RSROK zur traditionellen Weihnachtsfeier in der evangelischen Kirche. In großer Runde ließ die Realschulfamilie in feierlicher Weise das Kalenderjahr ausklingen. Eröffnet wurde die Feier durch die „Gedanken einer Kerze“, vorgetragen von Schülern der sechsten Klasse unter Leitung von Christine Kaufhold: Wer immer nur in der „Schublade“ liegen bleibt, verstaubt und wird vergessen. Nur wer sich entzünden lässt und sich mit allem, was er hat, einsetzt, bringt Licht und Wärme in die Welt. Gesangsvorträge der 5. und 6. Klassen unter Leitung von Christine Kaufhold und Renate Bechter unterstrichen diese weihnachtliche Botschaft, bevor es zwischen den Kirchenbänken „tierisch“ wurde. Neben dem Besuch der „Weihnachtsmaus“ von James Krüss, überzeugend vorgetragen von Hysnie Bajrami und Melina Hoffmann aus der 6a, eroberte eine Herde Schafe auf der Suche nach einem geheimnisvollen Baby den Kirchenraum. Die Theater-AG unter Leitung von Stefanie Seither hatte sich in ebendiese Herdentiere verwandelt, die, aufgescheucht durch das Verschwinden ihrer Hirten, sich auf den Weg machen, um den Geheimnissen der Weihnachtsnacht auf den Grund zu gehen. Auch wenn die Schafe letztlich zu spät an der Krippe ankamen, unterhielten sie doch mit ihrem Spiel – angelehnt an die Erzählung „Das letzte Schaf“ von Ulrich Hub – die Besucher in gelungener Weise und vermittelten spätestens beim gemeinsamen „Stille Nacht“ etwas von der Weihnachtsfreude an die Zuschauer. Mit den Beiträgen des Chores der Abschlussschüler (Leitung: Renate Bechter) sowie der Lehrer (Leitung: Jochen Leonhardt) endete die Feier im Kirchenraum. Auf dem Marktplatz traf man sich anschließend noch zu Glühwein, Punsch, Brezeln und einem kleinen Schwatz sowie zum Austausch guter Wünsche zum Jahresende. Wir wünschen allen frohe Feiertage und ein gesundes Wiedersehen in 2020!
„Muraho!“ heißt „Hallo!“ Ruanda-Tag an der Realschule plus Rockenhausen Einen abenteuerlichen Tag durften die Kinder der fünften Jahrgangsstufe der Realschule plus Rockenhausen kürzlich erleben: ein Tag in Afrika – genauer in Ruanda, dem Partnerland von Rheinland-Pfalz. Die Anreise war weniger lang und anstrengend, als man vermuten könnte, brachten doch die fünf studentischen Vertreter der Association des Etudiants Rwandais de Kaiserslautern (AERK), die an diesem Tag an der Schule zu Besuch waren, ihr Heimatland Ruanda sozusagen „in der Hosentasche“ mit in die Räume der RSROK. Und so kam es, dass an diesem Morgen weder Grundrechenarten noch englische Grammatik auf dem Stundenplan standen. Stattdessen lernten die Schülerinnen und Schüler Grundzüge von Kinyaruanda. So heißt die Muttersprache der Studenten, die alle seit mehreren Jahren in Deutschland leben und Maschinenbau bzw. Elektrotechnik an der TU Kaiserslautern studieren. Wenn auch die fremden Worte zunächst nicht ganz so geschmeidig von der Zunge glitten, so war doch nach wenigen Minuten ein kleiner Dialog im Klassenraum möglich: „Muraho! (Hallo!) – Amakuru? (Wie geht es dir?)“ So lernten die Kinder ganz nebenbei, dass Ruanda ein Land mit vielen Wäldern und vielen Tieren ist, dass hier Tiger und Giraffen genauso wie Kühe und Katzen existieren und dass auch die ruandesischen Kinder eine Schule besuchen müssen. Ob man dort im Unterricht auch zu trommeln lernt? Diese Frage wurde nicht beantwortet. Beim Ruanda-Tag an der RSROK spielt das Trommeln – eine traditionell männliche Angelegenheit – jedoch eine große Rolle. Die Jungs der fünften Klassen durften sich also unter Anleitung der ruandesischen Gäste an den schuleigenen Djemben versuchen. Während den einen nach kurzer Trainingsphase die Hände schmerzten, kamen die anderen bei den wechselnden Rhythmen sichtlich aus sich heraus und hatten viel Spaß. Mindestens so viel Spaß hatten die Gruppen auch beim Kochen. Zunächst wurde der Teig für süße Amandazi, frittierte Hefeteigbällchen, hergestellt. Auch hier war Muskelkraft beim Rühren und Schlagen des Teiges gefordert. Eher Fingerfertigkeit erforderte die anschließende Aufgabe: Es galt, hauchdünnen Blätterteig nach Anleitung zu falten und mit vorbereitetem würzigem Hackfleisch zu füllen, sodass die entstehenden Teigtaschen anschließend im heißen Fettbad gut zusammenhielten und nicht ihren Inhalt in der Pfanne verteilten. Auch hier waren die Schülerinnen und Schüler mit Feuereifer bei der Sache. Schließlich ging es um ein großes Ziel: Alle sollten satt werden beim gemeinsamen Essen während der Abschlussfeier, die jeden Ruanda-Tag an der Schule beschließt. Doch wenn die Workshops auch nahtlos ineinander griffen und alle Beteiligten stets wussten, an welcher Stelle sie als nächstes erwartet wurden, bedeutete der Ruanda-Tag 2019 einen Umbruch. Erstmals war sein Initiator, Wirtschafts- und Erdkunde-Lehrer David Vogel, nicht am Start, um die Gäste zu begrüßen und durch den Tag zu führen. Er hat mit dem Start des neuen Schuljahres ins Pädagogische Landeszentrum gewechselt. An seiner Statt zeichnet nun Daniel Daum, Lehrer für Physik und Wirtschaftskunde, für den Tag verantwortlich. Die vielen glücklichen, zufriedenen Gesichter bei der abschließenden gemeinsamen Feier haben deutlich gezeigt: Feuertaufe bestanden! Und so verabschiedeten sich die Fünftklässler mit einem herzlichen Applaus von ihren fünf Besuchern – nicht ohne zuvor noch um das Amandazi-Rezept zu bitten, auf dass ruandesische Küche in Rockenhausener Küchen und darüber hinaus Einzug halten kann!
Viel Erleichterung und ein wenig Wehmut 48. Entlassfeier der Realschule plus Rockenhausen Wenn sich alle guten Wünsche erfüllen, welche die Absolventinnen und Absolventen der RSROK anlässlich ihrer Entlassfeier mit auf den Weg bekommen haben, dann steht den 24 Berufsreife-Schülern und 25 Schülern mit Sekundarabschluss I wahrlich eine rosige Zukunft offen. Mitnehmen dürfen sie die Erinnerung an eine sehr gelungene Feier als krönenden Abschluss ihrer Laufbahn an der Realschule. Bereits während des Gottesdienstes am Nachmittag in der katholischen Kirche in Rockenhausen gab es für die Entlassschüler gute Wünsche zum Anfassen. „Gott hat dich erstaunlich und ausgezeichnet gemacht“ stand auf einem Kärtchen, das jeder Absolvent zur Erinnerung an diese Feier und als Ermutigung für die Herausforderungen des weiteren Lebensweges bekam – aus der Hand seiner Mitschüler, die den Gottesdienst gemeinsam mit Religionslehrerin Christine Kaufhold vorbereitet hatten. Einer spontanen Eingebung folgend hatte Gemeindereferentin Tanja Rieger, die mit der Schülergruppe gemeinsam den Gottesdienst feierte, die Botschaft der Lesung, in der es um die Hochzeit von Kanaa ging, aufgegriffen: „Gebt ihr ihnen“, heißt es dort. Und so verteilten vier Schüler die Segenskärtchen an ihre Mitschüler. Eine passende Geste, hatten sie doch bereits mit ihrem szenischen Anspiel das zunächst irritierende Thema des Gottesdienstes, „Du Flasche“, höchst treffend gedeutet. Wasser und Limo, Schorle und Parfüm, Essig und eine kaputte Flasche standen für unterschiedliche Lebenssituationen, in welchen sich die Entlassschüler in der Vergangenheit befunden haben oder die ihnen zukünftig begegnen können – und die sich im Vertrauen auf Gottes Gegenwart leichter bestehen lassen. Weniger besinnlich, aber mit einer Mischung aus großer Erleichterung und etwas Wehmut, ging es anschließend in der Donnersberghalle weiter. Schulleiterin Olga Alve wies in ihren Begrüßungsworten darauf hin, wie deutlich sich in diesem Jahrgang die Durchlässigkeit in Bezug auf die Abschlüsse an der Realschule plus zeigt. Drei der Absolventen werden in die 10. Klasse aufsteigen, vier Entlass-Schüler mit Sekundarabschluss I konnten während ihrer Schulzeit aus der Berufsreife-Klasse aufsteigen. Insgesamt wurden 19 Empfehlungen für das Gymnasium ausgesprochen. Neben den heiß ersehnten Zeugnisausgaben stand auch eine ganze Reihe von Preisverleihungen an. So wurde Ben Wittenmeier (9c) als bester Berufsreife-Schüler geehrt. Nico Schweizer (10a) erhielt mit einem Durchschnitt von 1,4 den besten Sekundarabschluss und den Preis für die beste Leistung im Fach Physik. Der „Cheftechniker“ vom Dienst, Max Hahnenberger (10a), wurde ebenso für sein mehrjähriges Engagement geehrt wie der „Sanitäts-Boss“ Jason Schleider (9c) und die ehemalige Schülersprecherin Lara Beck (10a). Im Bereich der Nachmittagsbetreuung haben sich Michelle Bauer (9c), Xenia Loschinski (10a), Antonia Lehmann und Tyra Wohland (beide 10b) eingesetzt. Für ihr „vorbildliches und soziales Verhalten“ erhielt Veronika Biz (10a) den Preis der Ministerin. Nicht nur hat sie sich, wie einige weitere Entlassschüler, aus der Berufsreife-Klasse in den Realschulzweig hochgearbeitet und dort einen sehr guten Abschluss erreicht, sich obendrein noch als Schülersprecherin eingesetzt. Bei zahlreichen Gelegenheiten im Schulleben hat sie mit ihren Künsten als Hiphop-Tänzerin glänzen können sowie mehrere Jahre eine eigene Hiphop-AG geleitet und zu beeindruckender Präzision und Ausdrucksstärke geführt, von der sich die Anwesenden an diesem Abend überzeugen konnten. Insgesamt zeugte das Programm des Abends vom großen Einsatz der Absolventen und ihrer (Klassen-)Lehrer. Da wurde das Publikum per Foto-Präsentation der Klassenfahrtimpressionen mit ins Salzbergwerk und ins Raftingboot genommen – ein wenig kamen Erinnerungen an längst vergangene Dia-Abende im Kreise der Familie auf. Eine Episode wurde sogar in „poetischer“ Weise kommentiert. Beim „Lehrer-Dingsda“ zeugten selbstgedrehte Videos davon, dass die Entlass-Schüler ihre Lehrer wirklich gut kennen: Kein Rateversuch des Publikums schlug bei diesen treffenden Charakterisierungen fehl. Für den musikalischen Rahmen sorgten Sarah Eckhardt und Ferdi Falkenberg (beide 10b) am Flügel sowie Tyra Wohland (10b) mit der Querflöte. Als das letzte Zeugnis verteilt war, übernahmen statt Schulleiterin Olga Alve zwei Abschluss-Schüler das Wort: Im Stile einer Kerwe-Redd ließen Jonas Hofmann (10b) und Noah Brack (10a) ihre Schulzeit Revue passieren und hatten mit dem trocken-humorigen Vortrag die Zuhörer auf ihrer Seite. Während der eine noch darüber philosophiert: „Sinus un Pythagoras – is des was zum esse?“, erinnert der andere an zahlreiche Verspätungen während der Schulzeit: „Aber unser guder Vorsatz: Mir wolle immer pünktlich zum Schaffe komme!“ Kein Auge trocken blieb bei der anschließenden „Zwangspause“, als Klassenleiter und Schulleitung auf der Bühne auf die angekündigte Geschenkübergabe warten mussten, die sich aufgrund eines Kleiderwechsels hinter Bühne etwas verzögerte. Spontaneität, Witz und eine gehörige Portion Gelassenheit bewiesen die zwei Jungs auf ihren Leitern während dieser unfreiwilligen „Zugabe“. Schließlich war auch die letzte Danksagung gesprochen, das letzte Geschenk überreicht und mit dem allerletzten gemeinsamen Foto endete die Schulzeit der diesjährigen Absolventen der Realschule plus Rockenhausen. Zitate des Abends: Kreisbeigeordneter Dr. Sabbagh bei der Preisübergabe: „So viele Chancen hat keine Generation vor euch; ihr könnt nach den Sternen greifen!“ Schluss des poetischen Beitrags der 9a und 9c zu feucht-fröhlichen Geschehnissen während der Klassenfahrt: „Und das End‘ von der Geschicht‘: Trinken kann man – nur heute nicht!“ Auf der Bühne wird auf die Geschenkübergabe der 10a gewartet. Frau Alve: „Darf ich dazwischenreden oder ist das eine Schweigepause?“ Jonas: „Schweigepause!“